Von Hariett Drack, 07.09.10, 13:17h, aktualisiert 07.09.10, 13:19h
Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde den Eheleuten und Eltern zweier minderjähriger Kinder vor dem Amtsgericht der Prozess gemacht.
Die Tat geschah im Oktober vergangenen Jahres nachmittags auf der Knauffstraße in Mülheim. Die Eheleute hatten den Bekannten zunächst aufgefordert, ihnen zehn Euro auszuhändigen. Obwohl es - wie es sich jetzt im Prozess herausstellte - gar keinen Grund dafür gab. Die angeblichen Schulden waren nach Meinung des Gerichts eine „reine Schutzbehauptung“. Tatsächlich habe das Ehepaar von Anfang an geplant, dem Bekannten Geld abzuknöpfen, begründete der Richter die kriminelle Vorgehensweise des mehrfach vorbestraften Paares.
Nachdem der Ehemann das Opfer zu Boden geschlagen und dort fixiert hatte, kam seine Frau ihm zu Hilfe und trat ihrem Opfer gezielt ins rechte Auge. Aus Furcht, weiter malträtiert zu werden, drückte der Bekannte den rabiaten Tätern schließlich die geforderten zehn Euro in die Hand. Daraufhin trat das Ehepaar den Rückzug an und ließ den blutenden Verletzten hilflos am Boden zurück.
Angesichts der erheblichen Brutalität des Geschehens müsse die Mindeststrafe von sechs Monaten „deutlich erhöht werden“, sagte der Richter im Urteil und verhängte für beide Eheleute eine neunmonatige Freiheitsstrafe. Wegen des gut gefüllten Vorstrafenregisters des Ehemannes - immerhin 21 Verurteilungen - kam für den Angeklagten keine Bewährung mehr in Frage. Er muss die Strafe absitzen. Im Gegensatz zu seiner Frau, deren letzte Verurteilung bereits erhebliche Zeit zurücklag. Sie kam deshalb mit Bewährung davon.
Die meisten Richter stehen unter Druck
18.09.2010 | 07.58 Uhr | JörgFK
Richter passen ihre Urteilssprechnungen dem aktuellen poltischen Gegenheiten des Bundeslandes an. Abweichende Richter mit "harten" Urteilen haben…
Die Richter waren mal ein angesehener Stand
08.09.2010 | 14.29 Uhr | Ehrbeck
Die Richter waren mal ein angesehener Stand
Wenn ein von der Polizei gejagter und gefasster Gewaltverbrecher vor Gericht gebracht wird, sei es ein…
Richter gemeingefährlich
08.09.2010 | 14.07 Uhr | dormator
Gefährlicher als die Täter sind ja wohl derartige Richter, weil niemand sie an Folgetaten hindert. Dem Richter tut es anscheinend auch noch leid,…
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