Erstellt 07.09.10, 15:25h, aktualisiert 08.09.10, 09:53h
Allerdings habe er bislang keinen konkreten Vorgang vorliegen, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Rainer Wolf der Nachrichten-Agentur dpa. Jemand habe den Behörden einen Hinweis auf einen Internet-Eintrag bei Facebook gegeben, der eine Drohung wie "Sei des Todes" beinhaltet haben soll und deswegen Anzeige erstattet, sagte Wolf. Ihm liege der Eintrag aber nicht vor. Ob es sich tatsächlich um eine Drohung oder möglicherweise eher um eine "Todeswünschung" handele, sei derzeit noch unklar. "Wir prüfen den Vorgang", sagte der Staatsanwalt. Er sehe derzeit aber keinen Hinweis für eine weitere Zuständigkeit der Kölner Behörde.
Der Aufakt der bundesweiten Lesereise von Sarrazin an diesem Donnerstag in Potsdam wird unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Grund sind linke Demonstranten, die Widerstand gegen Sarrazins Auftritt im Nikolaisaal angekündigt haben. Unter dem Motto "Keine Toleranz für Rassisten" ist vor dem Veranstaltungsort eine Kundgebung mit über 100 Teilnehmern angemeldet worden, sagte Polizeisprecher Mario Heinemann am Dienstag.
Der Veranstalter der Lesung verteidigte Sarrazins Einladung unterdessen als Garantie der freien Meinungsäußerung. "Man muss konträre Meinungen aushalten", sagte der Leiter des Brandenburgischen Literaturbüros, Hendrik Röder. Wenn sich für die Meinungsäußerung in Deutschland kein Ort mehr finde, sei das "bedenklich".
Sarrazin startet im Nikolaisaal eine bundesweite Lesereise mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab". Wegen seiner Thesen zu Einwanderern steht der ehemalige Berliner Finanzsenator im Kreuzfeuer der Kritik und vor dem Rauswurf aus Partei und Bundesbankvorstand.
Ursprünglich sollte die Lesereise in Hildesheim starten. Der Buchhändler sagte die Veranstaltung jedoch aus Sicherheitsgründen ab. Auch in der brandenburgischen Landeshauptstadt war Buchautor Sarrazin zunächst ausgeladen worden. Das Kulturzentrum "Waschhaus" wollte ihm unter anderem wegen Drohungen aus der linken Szene keine Bühne mehr geben. Mit dem Nikolaisaal fand das Literaturbüro ein Ausweichquartier.
Die Veranstaltung in dem knapp 700 Menschen fassenden Saal ist seit vergangenen Freitag ausverkauft. Nach Angaben von Röder war der Zulauf "riesig". Einen vergleichbaren Andrang habe es allenfalls Ende der 90er Jahre gegeben, als Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki im Nikolaisaal seine Memoiren "Mein Leben" vorgestellt habe. Die Polizei will Sarrazins Vorlesestunde notfalls mit Straßensperrungen schützen. "Wir bereiten einen Polizeieinsatz vor, der angemessen sein wird", sagte Sprecher Heinemann. (dpa)
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""ein autor, der entsprechende
08.09.2010 | 18.23 Uhr | Thomas Didier
thesen aufstellt gehört einfach widerlegt.Tja,das ist bisher noch niemandem gelungen..."
Hart aber fair hat die kruden Thesen sehr wohl…
Morddrohungen
08.09.2010 | 11.16 Uhr | Hilfskraft
hoffe, daß der Staatsschutz, auch wenn er in Kölle ist, gründlichst ermittelt.
Ansonsten könnte das Ganze einen merkwürdigen Eindurck machen.
Denke…
also wirklich...
08.09.2010 | 09.23 Uhr | bigbang
@ argus
konnte irgendjemand aus dem Artikel entnehmen, dass es sich um einen Eintrag (Facebook) von einem Moslem handelt. Kann es sein, dass es…
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