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Neue Funktion

Google beschleunigt die Suche

Erstellt 09.09.10, 09:12h

Es soll alles viel schneller gehen. Google verpasst seiner Suchmaschine eine neue Funktion. „Google Instant“ soll Anfragen um zwei bis fünf Sekunden verkürzen. Die Eingabe „Ange“ reicht, um Bundeskanzlerin Merkel zu finden.

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Die Suchmaschine wird schneller. (Bild: afp)
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Die Suchmaschine wird schneller. (Bild: afp)
Im Durchschnit verbringen Internetnutzer neun Sekunden damit, eine Suchanfrage bei Google einzutippen. Weitere sechs Sekunden vergehen, bis der Anwender eine Auswahl aus der Ergebnisliste getroffen hat. Google dauert das zu lange. Der Betreiber verpasst seiner Suchmaschine einen Beschleuniger.

„Google Instant“ heißt die neuartige Echtzeit-Funktion, mit der User schon beim Eintippen eines Begriffs Suchergebnisse zu den eingegebenen Wortfragmenten erhalten. Die Vorschläge sollen nahezu ohne Zeitverzögerung angezeigt werden. „Google Instant verkürzt jede Suchabfrage durchschnittlich um zwei bis fünf Sekunden“, sagte Google-Produktmanagerin Marissa Mayer.

„Ange“ reicht, um Merkel zu finden

Ein Beispiel: Wenn etwa nach Bundeskanzlerin Angela Merkel gesucht wird, reicht die Eingabe der ersten vier Buchstaben des Vornamens. Die Vorschläge werden dann unmittelbar angezeigt. Mit „Google Suggest“ hatte Google bereits eine Funktion, die in die Richtung von „Instant“ ging. Usern wurden während der Eingabe Vorschläge für den kompletten Suchbegriff gemacht („Google Suggest“). Die Ergebnisse erschienen aber erst, nachdem der Anwender die Abfrage abgeschickt hatte. Nun tauchen die Ergebnisse bereits auf, während der Suchbegriff getippt wird.

Die neue Suchfunktion, die von den Möglichkeiten der Web-Technik Ajax Gebrauch macht, wird ab sofort auf den Google-Seiten in den USA und in Russland live geschaltet und schrittweise auch in anderen Ländern umgesetzt. Dort können Anwender die neuen Möglichkeiten auch eher nutzen, indem sie sich mit einem persönlichen Google-Konto einloggen oder die Startseite des US-Portals aufrufen. Dieses Verfahren sei gewählt worden, um die notwendigen Ressourcen nach und nach aufbauen zu können, erklärte Google.

Aktueller Browser nötig

Um „Google Instant“ nutzen zu können, benötigt man einen modernen Browser (Firefox 3, Internet Explorer 8 oder eine aktuelle Version von Google Chrome oder Apple Safari). Der Browser von Opera wird noch nicht unterstützt. Anwender können die Funktion auch bewusst abschalten (Opt-out).

Google beantwortet jeden Tag mehr als eine Milliarde Suchabfragen. An der Entwicklung von „Google Instant“ waren Teams aus den USA, Israel und dem europäischen Google-Forschungszentrum in Zürich beteiligt. (tis/dpa)



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