Erstellt 09.09.10, 10:30h
Denn die Preise können beeinflusst durch Wechselkurse oder das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach oben und unten schwanken. „So lassen sich dann auch günstige Momente für die Eindeckung nutzen, und so genannte Hochpreisphasen berühren dann viele Heizölkunden gar nicht“, sagt Funke. Diese günstigen Monate müssen nicht automatisch immer im Sommer liegen, sondern lagen gerade in den vergangenen Jahren oft in den kälteren Monaten.
Mit Freunden zusammenschließen
Doch selbst wenn man den Markt genau beobachtet, sollte man nicht den ganzen Tank auf einmal befüllen. „Es macht nur Sinn, 5000 Liter auf einmal zu bestellen, wenn man sicher ist, dass der Preis nicht mehr sinkt", sagt Herbert Frey, Geschäftsführer des „Heizölpools“, der unbekannten Nachbarn Sammelbestellungen vermittelt. Und genau das weiß eben niemand sicher. Deswegen rät er dazu, lieber zwei- bis dreimal im Jahr je 1500 Liter zu kaufen.
Dies ist allerdings in der Lieferung teurer. Deshalb raten Experten, sich mit Freunden und Nachbarn zusammenzuschließen und gemeinsam zu bestellen. „Dadurch können oft die Preise gedrückt werden", erklärt Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher in Unkel. Kunden könnten so Preisschwankungen besser ausgleichen.
Worauf man bei Lieferungen achten sollte
Bei einer Sammelbestellung sollte auf die Entfernung zwischen den verschiedenen Lieferorten geachtet werden. „Der Lieferaufwand ist geringer und damit der finanzielle Vorteil größer, wenn die Orte dicht zusammen liegen“, sagt Peters. Juristisch sollte die Sammelbestellung eine Einzelbestellung bleiben. „Jeder Abnehmer sollte für seine Bestellung und damit auch für die Bezahlung verantwortlich sein.“ Ansonsten kann es passieren, dass der Lieferant sich mit einer Geldforderung an alle Besteller wendet, wenn einer die Rechnung nicht bezahlt.
Bei der Anlieferung sollten Kunden genau hinschauen. Peters warnt vor Tricksereien der Händler: Kunden müssen sichergehen, dass das Zählwerk auf Null steht. An der Messanlage muss unbedingt ein aktuelles Siegel der Eichbehörde zu finden sein. Und selbst dann drohe noch Betrug. Deswegen gilt laut Peters: Unbedingt das obere Schauglas des „Gasmessverhüters" kontrollieren. Vor und während der Ölabgabe muss dieser mit Öl gefüllt sein. Ist hingegen kein Öl zu sehen, muss der Zähler stehen bleiben. „Sonst landet gemeinsam mit dem Öl zu viel Luft im Tank.“
Geht es dann um den Lieferschein, sollte man unbedingt darauf achten, dass die Heizölmenge auf 15 Grad Bezugstemperatur umgerechnet ist. Oft kommt das Öl noch warm aus der Raffinerie. Doch kühlt das Öl ab, schrumpft die Menge, und weniger Öl als gedacht ist im Tank. „Der Kunde sollte daher bei warmen Heizöl mehr bekommen. Nur dann hat er, nachdem sich das Öl abgekühlt hat, auch die tatsächlich bestellte und vor allem auch bezahlte Menge bekommen“, sagt Peters. (dpa)
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