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Bei Entlassung

Keine Abfindung für Sarrazin

Erstellt 09.09.10, 10:48h, aktualisiert 09.09.10, 10:52h

Sollte Thilo Sarrazin wegen seiner Ausländer-Thesen aus dem Bundesbank-Vorstand entlassen werden, wird er angeblich keine Abfindung erhalten. Laut einem Schreiben des Finanzministeriums ist kein „goldener Handschlag“ für den Ex-Finanzsenator vorgesehen.

Thilo Sarrazin
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Thilo Sarrazin droht der Rausschmiss – aus SPD und Bundesbank-Vorstand. (Bild: afp)
Thilo Sarrazin
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Thilo Sarrazin droht der Rausschmiss – aus SPD und Bundesbank-Vorstand. (Bild: afp)
BERLIN - Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hat bei einer Entlassung nach Angaben der Bundesregierung keinen Anspruch auf eine Abfindung. Das "Hamburger Abendblatt" zitierte am Donnerstag aus einem Schreiben von Finanz-Staatssekretär Steffen Kampeter an die Linkspartei: "Herrn Dr. Sarrazin wurde für den Fall der Vertragsauflösung keine Abfindung vertraglich zugesichert". Die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, forderte Bundesbank und Bundesregierung auf, "einen goldenen Handschlag für Sarrazin auszuschließen". Alle diesbezüglichen Angebote und Absprachen müssten offengelegt werden, sagte sie der Zeitung.

Der Berliner Ex-Finanzsenator Sarrazin steht in der Bundesbank wie auch in der SPD wegen seiner Ausländer-Thesen vor dem Rauswurf. Der Vorstand der Bundesbank hat bei Bundespräsident Christian Wulff die Entlassung des 65-Jährigen beantragt. Dazu hat das Staatsoberhaupt zunächst eine Stellungnahme der Bundesregierung angefragt. Das Finanzministerium bereitet diese derzeit vor. Wann sie vorliegen wird, ist noch offen. Der Fall werde "so schnell wie möglich, aber auch so gründlich wie nötig" geprüft, hatte Ministeriumssprecher Michael Offer am Mittwoch erklärt. (rtr)



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