Erstellt 09.09.10, 23:22h, aktualisiert 10.09.10, 18:46h
Die evangelikale Gruppe Christian Dove World Outreach Center hatte angekündigt, am Samstag vor ihrem Gemeindehaus in Gainesville rund 200 Ausgaben des Koran verbrennen. Das Vorhaben hatte weltweit Empörung ausgelöst. US-Präsident Barack Obama sprach von einer "destruktiven Geste", die islamischen Fundamentalisten in die Hände spiele und Gewalt erzeugen könne. US-Verteidigungsminister Robert Gates warnte Jones in einem Telefongespräch am Donnerstag, die Aktion könne US-Soldaten im Irak oder Afghanistan in Lebensgefahr bringen. Das US-Außenministerium versetzte mehrere US-Botschaften aus Furcht vor Protesten von Muslimen in Alarmbereitschaft. Interpol warnte vor Terroranschlägen weltweit.
"Wir haben akzeptiert, auf das Ereignis zu verzichten, das wir am Samstag organisieren wollten", sagte Jones am Donnerstag zunächst vor seiner Kirche in Gainesville. Er werde statt dessen am Samstag nach New York fliegen, um sich mit dem für das Moschee-Projekt verantwortlichen Imam zu treffen. "Wir fühlten, dass das ein Zeichen ist, das Gott von uns wollte. Das amerikanische Volk will keine Moschee dort, und natürlich wollen die Muslime nicht, dass wir den Koran verbrennen."
Der Imam, der das New Yorker Vorhaben plant, dementierte umgehend, dass er das Vorhaben aufgeben wolle. "Ich bin froh, dass Pastor Jones entschieden hat, keine Koran-Exemplare zu verbrennen", sagte der Geistliche Feisal Abdul Rauf im Nachrichtensender CNN. "Wir werden aber nicht mit unserer oder irgeneiner anderen Religion Spielchen treiben noch werden wir Tauschgeschäfte machen."
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Jones erklärte darauf, die Koran-Verbrennung sei nur "zeitweise" ausgesetzt. "Wir sind wirklich enttäuscht und sehr geschockt." Wenn es stimme, dass das Moschee-Projekt nicht gestoppt werde, sei er belogen worden. Er machte dafür den in Orlando ansässigen Imam Mohammed Musri verantwortlich, der als Vermittler aufgetreten war und mit Jones bei der Absage der Koran-Verbrennung mit vor die Kameras gegangen war. Musri sagte später, das einzige, was er Jones zugesagt habe, sei ein Treffen mit Rauf in New York. Es habe keine Zusage gegeben, "dass das Projekt örtlich verlegt oder abgesagt wird".
Das muslimische Gemeindezentrum soll zwei Blocks entfernt vom Standort des zerstörten World Trade Center (Ground Zero) entstehen. Die Pläne haben einen USA-weiten Ausbruch antimuslimischer Ressentiments geschürt, in Umfragen lehnt eine Mehrheit der US-Bürger zwei Monate vor den Kongresswahlen den Bau ab. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete die geplante Verbrennung als "inakzeptabel". (afp)
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Mir scheint, dass...
12.09.2010 | 11.58 Uhr | Erwin_L
...die Eiferer hier bei den Kommentatoren und in den Medien dem fanatischen Prediger in den USA und den Fanatikern im Nahen Osten in keinster Weise…
fegt alle Religionen von diesem Planeten
10.09.2010 | 11.53 Uhr | La Mola
da sind wir dem Weltfrieden ein Stück näher.
Diesen bescheuerten Pfaffen sollte man auf den von ihm entzündeten Scheiterhaufen werfen und alle…
Kranker Prediger ?
10.09.2010 | 11.05 Uhr | Hubi0107
Es sei nun mal dahingestellt ob der Mann krank ist oder nicht , Fakt ist die Reaktion auf seine Ankündigung zeigt doch wieder wie viel Macht der…
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