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San Francisco

Flammeninferno nach Gasexplosion

Erstellt 10.09.10, 07:27h, aktualisiert 10.09.10, 17:44h

Die Explosion einer Erdgasleitung hat in einem Vorort von San Francisco einen Großbrand ausgelöst und bis zu sechs Menschen getötet. Feuerwehrchef Dennis Haag sprach von einem der schwersten Brände in einer amerikanischen Stadt seit Jahren.

Gasexplosion
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Ein gigantischer Feuerball steht über San Bruno. (Bild: dpa)
Gasexplosion
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Ein gigantischer Feuerball steht über San Bruno. (Bild: dpa)
SAN FRANCISCO - Bei der schweren Gasexplosion nahe der kalifornischen Metropole San Francisco sind wohl sechs Menschen ums Leben gekommen. Das sagte ein Feuerwehrmann am Freitag der "Los Angeles Times". Andere Medien sprachen von drei Toten.

Bei der Explosion der Gaspipeline in dem Vorort San Bruno gab es dutzende Verletzte, 53 Häuser wurden zerstört, weitere 123 Gebäude beschädigt. Die Ursache für das Unglück wird noch untersucht. Die Explosion der unterirdischen Leitung riss ein großes Loch in den Boden. Medienberichten zufolge hatten Anwohner schon Tage zuvor Gasgeruch wahrgenommen und den Behörden gemeldet.

Die Explosion löste verheerende Brände aus. Mindestens 53 Häuser seien zerstört und 120 weitere beschädigt, sagte der Feuerwehrchef von San Bruno, Dennis Haag, in einer vorläufigen Bilanz. Er sprach von einem der schwersten Brände in einer amerikanischen Stadt seit Jahren. Es werde voraussichtlich noch einen Tag dauern, um das ganze Ausmaß zu erfassen, sagte Haag. Vier Stunden nach der Explosion hatte die Feuerwehr trotz des Einsatzes von Löschflugzeugen und -hubschraubern mehrere Brände noch nicht unter Kontrolle.

Die Behörden räumten die Umgebung der Brandgebiete. Hunderte geschockte Anwohner versammelten sich in einem nahegelegenen Einkaufszentrum sowie in Notunterkünften in und um San Bruno.

ksta.tv: „Flammenmeer in Kalifornien“

Die Straßen rund um die Brände waren mit Glasscherben und Trümmerteile übersät. Augenzeugen berichteten von einem riesigen "Feuerball". "Ich hörte einen Krach wie von einem tief fliegenden Flugzeug gehört, dann wackelte plötzlich das Haus", sagte Tina Diloia, die sich während des Unglücks mit ihrem Baby in ihrer Wohnung in San Bruno aufhielt. Sie habe eine zweite Explosion gehört. "Ich ging nach draußen und sah Trümmer vom Himmel fallen."

Kurz nach der Explosion in der Nähe des Flughafens der kalifornischen Metropole hatte es Befürchtungen gegeben, dass kurz dem Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 ein weiterer Anschlag verübt wurde. Dafür ergaben sich jedoch keine Hinweise. (afp)

Gasexplosion San Francisco
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