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Immobilienbank

HRE bekommt neue Milliardengarantien

Erstellt 10.09.10, 22:44h, aktualisiert 16.09.10, 14:48h

Die marode Immobilienbank Hypo Real Estate wird für den Bund immer mehr zu einem Fass ohne Boden: Die HRE bekommt 40 Milliarden Euro weitere Staatsgarantien, um die Gründung einer Bad Bank zu ermöglichen.

Hypo Real Estate
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Die Hypo Real Estate braucht neue Staatshilfen. (Bild: dpa)
Hypo Real Estate
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Die Hypo Real Estate braucht neue Staatshilfen. (Bild: dpa)
FRANKFURT - Der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) braucht für seine neue "Bad Bank" noch einmal bis zu 40 Milliarden Euro an Garantien vom Staat als "Geburtshilfe". Die ohnehin verstaatlichte HRE will noch in diesem Jahr 180 Milliarden bis 185 Milliarden Euro an toxischen und anderen unerwünschten Papieren ausgliedern und danach unbelastet einen Neustart als Deutsche Pfandbriefbank (pbb) wagen. Die Garantien für die HRE summieren sich damit vorübergehend auf bis zu 142 Milliarden Euro.

"Dies ist ein hochkomplexer und mit Blick auf das zu transferierende Volumen wohl einmaliger Vorgang. Sein Gelingen bedeutet einen Meilenstein in der Restrukturierung der HRE", sagte SoFFin-Chef Hannes Rehm am Freitagabend nach dem Beschluss des Lenkungsausschusses für den staatlichen Bankenrettungsfonds. Die Sitzung des Gremiums war Finanzkreisen zufolge von kommender Woche vorgezogen worden, weil Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen waren.

Bürgschaften auf drei Monate begrenzt

Die neuen Bürgschaften sind aber auf drei Monate begrenzt. Mit ihnen sichert sich die HRE dagegen ab, dass sie durch unerwartete Verwerfungen an den Märkten noch vor der Abspaltung der FMS Wertmanagement in Liquiditätsengpässe kommt. Zum anderen dienen sie als Puffer, wenn bei der komplizierten Übertragung riesiger Mengen an Papieren aus mehr als 100 Staaten technisch etwas schiefgeht. "Wenn die Märkte sich so weiter entwickeln wie bisher, können die Garantien wieder zurückgegeben werden", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte ein anderer Insider.

Die FMS Wertmanagement übernimmt von der HRE Wertpapiere und alle dazugehörigen Garantien. Sie sollen dann über Jahre hinweg möglichst wertschonend abgebaut werden. Die Europäische Union muss aber noch zustimmen. Die HRE musste in der Finanzkrise mit bisher acht Milliarden Euro Kapital und mit den Garantien vom Staat gerettet werden, weil ihr Zusammenbruch das Finanzsystem ins Wanken zu bringen drohte. Weitere zwei Milliarden Euro braucht sie voraussichtlich noch vom Staat. Ohne die in die "Bad Bank" abgespaltenen Teile will Vorstandschefin Manuela Better im nächsten Jahr die Gewinnschwelle erreichen.



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