Von Dirk Böttger, 20.09.10, 14:22h, aktualisiert 20.09.10, 14:51h
Nachdem die Urlaubsfotos gesichert und archiviert sind, steht die Bildbearbeitung auf dem Plan. Denn oft konnte im Urlaub nicht das Optimum aus der jeweiligen Aufnahmesituation herausgeholt werden. Schiefe Bildausschnitte, flaue Farben und Verwacklungsunschärfe können mittels Bildbearbeitung verbessert werden. Mit der richtigen Software und dem folgenden „5-Punkte-Plan“ werden aus den Urlaubsschnappschüssen kleine Meisterwerke.
Der 5-Punkte-Plan
Eine Reihenfolge festzulegen, in der ein Bild bearbeitet werden soll, ist einerseits aufgrund der Fülle der Bearbeitungsschritte müßig, andererseits macht es Sinn, gewisse Schritte vor anderen durchzuführen. Denn hat man gewisse Korrekturen durchgeführt, können eventuell andere Schritte nicht mehr angegangen werden oder führen im schlimmsten Fall zu einer Verschlechterung der Bildqualität.
Punkt 1: Horizont begradigen
Nichts stört das Auge des Betrachters so sehr wie ein schiefer Horizont. Das Neigungsproblem des Bildes bekommen Sie in Photoshop beispielsweise mit Lineal und dem Befehl „Arbeitsfläche drehen“ in den Griff. Nach der Aktivierung des Unterpunktes „Per Eingabe“ kann eine Gradzahl für die Drehung eingegeben werden. In anderen Programmen leistet der Befehl „Bild drehen“ oder „Bild ausrichten“ vergleichbares. Photoshop Elements hat sogar ein eigenes Werkzeug zum Ausrichten im Repertoire. Beim Ausrichten selber helfen Hilfslinien oder Raster, die über das Menü „Ansicht“ in Photoshop eingeblendet werden können.Punkt 2: Ojektivfehler beseitigen und Bildausschnitt wählen
Bei Aufnahmen mit günstig produzierten Objektiven beziehungsweise Weitwinkeloptiken treten Konvergenzstörungen in der Form auf, dass sich vertikale Linien zur Bildmitte hin neigen. Diese geometrischen Verzerrungen können mit Werkzeugen bearbeitet werden, die Perspektiven verändern oder ein Bild verzerren. Photoshop hat in seiner neusten Version CS5 eine eigens dafür eingerichtete Objektivdatenbank, mit Hilfe derer die bekannten Fehler an einer Auswahl von Objektiven automatisch aus dem Bild herausgerechnet werden können. Diesen Luxus haben allerdings die wenigsten Programme, so dass hier entweder ein Spezialprogramm wie DxO Optics Pro hinzugezogen werden oder mit Hilfe der „Transformieren“-Werkzeuge in Photoshop gearbeitet werden sollte. Für unser Beispiel ist die Transformieren-Option „Perspektivisch“ geeignet. Die kleinen Rechtecke, die in der Grafik rot umrandet sind, die so genannten Griffpunkte, die mit der Maus verschoben werden können und so die Perspektive verändern. Das perspektivische Korrigieren hat allerdings immer unerwünschte Bereiche an den Bildrändern zur Folge, die mit dem so genannten Freistellwerkzeug nun weggeschnitten werden sollten. Damit fokussieren Sie nicht nur den Blick des Betrachters auf das wesentliche Motiv, sondern Sie machen die Bilddatei um einige Kilobytes kleiner und den ganzen Arbeitsprozess schneller.
Punkt 3: Farben anpassen
Mit den Korrektureinstellungen für „Tonwertkorrektur“ aus dem Photoshop Menü „Bild / Korrekturen“ können Sie den Tonwertbereich und die Farbbalance eines Bildes ändern, indem Sie die Helligkeitsstufen für Tiefen, Mitteltöne und Lichter des Bildes korrigieren. Das Histogramm, das übrigens auch hinten auf ihrem Kameramonitor zu sehen ist, dient als visuelle Hilfe beim Einstellen der Farbwerte des Bildes. Mit den äußeren beiden Eingabereglern werden der Schwarzpunkt (Tiefen) und der Weißpunkt (Lichter) des Bildes mit den Einstellungen der Tonwertumfang-Regler (Ausgaberegler) abgeglichen. Dazu werden die beiden Regler jeweils an den Anfang und das Ende der Histogrammkurve verschoben. Es gibt noch gut ein Dutzend andere Wege Farben und Belichtung zu korrigieren.
Punkt 4: Retusche
Retuschieren Sie nun Ihr Bild und verändern Sie bei Bedarf die Bildkomposition - Entfernen Sie unnötige Bildelemente, Flecken, Fussel, Kratzer oder Staub. Ein wirksames Werkzeug dafür ist der Kopier- oder Klonstempel. Mit dem Stempel-Werkzeug übermalen Sie einen Bildbereich mit einem anderen Bildbereich desselben Bildes oder mit einem anderen Teil eines beliebigen geöffneten Dokuments. Der Stempel eignet sich zum Duplizieren von Objekten wie zum Entfernen von Bildfehlern
Punkt 5: Bild schärfen
Erst jetzt - kurz vor dem Abspeichern der Datei - macht es Sinn, das Bild zu schärfen, da sich alle vorherigen Schritte noch auf die Bildschärfe auswirken. Wählen Sie dabei unbedingt die 100%- oder 1:1-Ansicht beziehungsweise die Einstellung „Tatsächliche Pixel“, sonst können Sie die Schärfe im Bild nicht beurteilen. Zur Scharfzeichnung wird am Besten aus dem Photoshop-Menü „Filter“, Unterpunkt „Scharfzeichnungsfilter“ der Filter „Unscharf maskieren“ eingesetzt. Der Unscharf-maskieren-Filter zeichnet ein Bild scharf, indem er den Kontrast entlang der Bildkanten erhöht.
Zu guter Letzt sollte das Meisterwerk noch gespeichert werden. Am besten unter einem neuen Namen, damit die Ursprungsdatei nicht überschrieben wird. Im TIFF-Format können die Dateien verlustfrei komprimiert werden.
Photokina-Trend: Der Weg zum optimalen Foto
Software: Kostenloses Programm für 3D-Fotos
Unglaublich schlechter Artikel!
20.09.2010 | 15.28 Uhr | Lachmöve
Noch nie eine derart konfuse Beschreibung digitaler Bildbearbeitungstechniken gelesen!
Aber vielleicht können Sie ja wenigstens noch ein paar…
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