Erstellt 22.09.10, 09:20h
Beobachten und schreiben mussten die 20 Schüler, die sich in Gruppen im Center verteilten, sich auf dem Boden oder auf Bänken niederließen. „Jedes Wesen sieht die Welt anders“, erklärte Schüler Manuel Knitter die Idee hinter der Aufgabe. Verschiedene Perspektiven mussten die Schüler mit Hilfe verschiedener Utensilien einnehmen: Jeweils zehn Minuten mussten sie eine rosarote Brille, dann Ohrstöpsel tragen und ihre Eindrücke aufschreiben. Passend zur Ausstellung „Unterwasserwelten“ in der Rathaus-Galerie mussten sich die Schüler zudem in einen Fisch versetzen und aus der Perspektive des Tieres das Treiben kommentieren. „Automatisches Schreiben heißt diese Methode“, erklärte Meessen, „man darf auf gar keinen Fall aufhören zu schreiben, auch wenn man fünf Mal hintereinander dasselbe Wort aufschreibt.“
Positive Resonanz gab es von den Schülern auf die ungewöhnliche Unterrichtsstunde, seitenweise ließen sie ihren Gedanken freien Lauf. Dass die Welt ohne rosarote Brille schöner aussieht, betonte Schülerin Iman Çelik: „Nach zehn Minuten mit der Brille war ich froh, sie wieder ausziehen zu können.“ Als unangenehm empfand Mitschülerin Berna das Tragen der Ohrstöpsel. „Diese Stille macht mich verrückt“, notierte sie. Aus ihren Niederschriften werden die Realschüler Gedichte entwickeln, die auf der Internseite der Schule veröffentlicht werden. (ana)
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