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„Stupid Design Award“

Gefährliche Gitter auf dem Spielplatz

Von Mascha Dinter, 18.10.10, 16:54h

Dieser Preis ist nicht schmeichelhaft: Mit dem „Stupid Design Award“ wurden öffentliche Räume mit unpraktischer oder gar gefährlicher Gestaltung prämiert. Gewinner ist die Absperrung des Spielplatzes Claudiusstraße.

Kinder Absperrung
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Zu schmal für Kinderwagen und eine Gefahrenstelle für die kleinen Besucher: die Absperrung am Spielplatz Claudiusstraße. (Bild: Worring)
Kinder Absperrung
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Zu schmal für Kinderwagen und eine Gefahrenstelle für die kleinen Besucher: die Absperrung am Spielplatz Claudiusstraße. (Bild: Worring)
Köln - Eine Solarzelle im Schatten eines Baumes, ein Straßenschild ohne Beschriftung, ein Parkverbotsschild an einer Fläche, die ohnehin durch Glascontainer blockiert ist - viele Objekte in der Kölner Südstadt hätten den „Stupid Design Award“ verdient. „Gewonnen“ hat schließlich die Absperrung des Spielplatzes Claudiusstraße am Römerpark. Zwölf Studierende der Köln International School of Design (KISD) verliehen der unbedachten Konstruktion die wenig schmeichelhafte Auszeichnung. Im Rahmen eines Projekts für Erstsemester waren sie losgezogen und hatten in der Umgebung der Design-Schule nach unpraktischem, nutzlosem und gefährlichem Design im öffentlichen Raum Ausschau gehalten.

„Wir haben die Objekte fotografiert und die Bilder in unserem Foyer ausgestellt“, erzählt David Hartgenbusch (26), der in diesem Jahr sein Studium an der KISD aufgenommen hat. Dann wurden Kaugummis an die Kommilitonen verteilt. Sie wählten das dümmste Design, indem sie die gekauten Kaugummis darauf pappten. Diese zieren nun das Schild, das die Studenten am Freitagmittag am Siegerobjekt auf dem Spielplatz befestigten.

Wer die Absperrung des Spielplatzes betrachtet, wird den Studenten vermutlich zustimmen. Zur Parkseite hin ist der Spielplatz eingezäunt, zu einem Abhang hin, der zur mehrspurigen Rheinuferstraße führt, ist er offen. Zudem ist der Ausgang am Ende der Claudiusstraße extrem schmal. Die Erzieherinnen, die an diesem Tag mit ihrer Gruppe zum Spielplatz gekommen sind, demonstrieren, dass das Durchkommen mit einem großen Kinderwagen unmöglich ist. „Diese Konstruktion macht einfach keinen Sinn“, sagt Studentin Miriam Exner. „Hinzu kommen die überstehenden Streben, die sich genau auf Kopfhöhe der Kinder befinden und eine Verletzungsgefahr darstellen.“

Das einwöchige Projekt unter der Leitung von Professor Michael Erlhoff sollte den Blick der Studenten für das Alltägliche schulen, das oft durchdachter und ökonomischer gestaltet sein könne, so Exner. Studenten aus fünf Nationen hatten sich beteiligt.



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