Schriftgröße

Zeughaus

Kampf dem Schilderwald

Von Helmut Frangenberg, 23.10.10, 11:06h

Rund um das Kölner Zeughaus hat die Stadt den Schilderwald gelichtet, viel Überflüssiges entsorgt, einiges verkleinert und erneuert. 350 Meter Straße aufzuräumen kostet bis zu 20 000 Euro. Schon deshalb gibt es nur kleine Fortschritte.

Schilderwald
Bild vergrößern
(Symbolbild: Franz Schwarz)
Schilderwald
Bild verkleinern
(Symbolbild: Franz Schwarz)
Köln - „Das ist wie in einem normalen Haushalt auch: Ab und zu muss man mal aufräumen.“ Was der Chef des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, Klaus Harzendorf, sagt, ist leider nicht so selbstverständlich, wie es klingt. Aufräumen ist nämlich nicht nur lästig, sondern auch teuer. Rund um das Kölner Zeughaus hat die Stadt in den vergangenen Wochen den Schilderwald gelichtet, viel Überflüssiges entsorgt, einiges verkleinert und erneuert. Überschaubare 350 Meter entlang einer kleinen Straße aufzuräumen kostet nach Angaben der Stadt bis zu 20 000 Euro, wenn man Material- und Personalkosten zusammenrechnet. Vor diesem Hintergrund bat Harzendorf um Verständnis, dass nicht längst der gesamte städtische Schilderwald durchforstet wurde. Auch die dazu ins Leben gerufene Aktion „Ab in den Sack“ habe man etwas schleifen lassen müssen, bevor man sie nun in Heimersdorf wiederbelebt habe.

Die Initiative in der Innenstadt hatte der Kölner Architekt Kaspar Kraemer angeregt, der hier sein Büro hat und sich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit ärgerte. An solch einem exponierten Platz mit besonderen Bauwerken wie dem Stadtmuseum, der klassizistischen Fassaden des Regierungspräsidiums, dem Verwaltungsgericht und dem Römerbrunnen hätten die vielen Schilder das Stadtbild verschandelt. „Die Straße kommt jetzt viel besser zur Geltung“, so Kraemer. Für den Bau- und Verkehrsdezernenten Bernd Streitberger geht es nicht nur ums Stadtbild, sondern auch um Verkehrssicherheit. Auch da gelte: Weniger ist mehr. Zu viele Schilder sorgen für Verwirrung. Nach Ortsbegehungen mit der Polizei hätte man „ganz viel wegnehmen“ können. „Es hat sich gezeigt, dass es Spielräume gibt.“ So konnten hier 40 von 94 Schildern und Verkehrszeichen abgebaut werden. Kraemer dankte er für dessen Engagement mit dem Versprechen, dies auch in anderen Teilen der Stadt tun zu wollen.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Anzeige


Anzeige






Aktuelle Verkehrsinfos


Junge Zeiten


Bildergalerien


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Erste Birkenstock-Verbrau

30. Juni 2012,
MMC Studios/Glashaus

 

Neue ksta.tv-Videos aus Köln




Top-Links (Anzeige)



Weitere Serien


ksta shop


Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Aktion


Aktion


Anzeige



Hintergrund


Stadtmenschen Community


Extra


Dienste