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Nord-Süd-Bahn

Gutachten warnt vor Rheinufer-Staus

Von Peter Berger und Matthias Pesch, 05.11.10, 10:13h, aktualisiert 09.08.11, 08:22h

Ein Gutachten zur geplanten Straßenkreuzung der Nord-Süd-Stadtbahn an der Südbrücke liefert erschreckende Ergebnisse: Im schlimmsten Fall drohen kilometerlange Staus, die bis zur Zoobrücke zurückreichen.

Rheinuferstraße U-Bahn Köln
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Wenn die neue U-Bahn die Rheinuferstraße ebenerdig quert, droht ein Verkehrskollaps. (Archivbild: Worring)
Rheinuferstraße U-Bahn Köln
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Wenn die neue U-Bahn die Rheinuferstraße ebenerdig quert, droht ein Verkehrskollaps. (Archivbild: Worring)
Innenstadt/Bayenthal - Bericht vom 5.11.2010

Sollte die neue Nord-Süd-Stadtbahn die Rheinuferstraße in Höhe der Südbrücke wie bisher geplant ebenerdig kreuzen, wird das im Berufsverkehr zu Staus führen. Und zwar nicht nur bei der bisher geplanten Ampelschaltung, bei der die Bahn Vorfahrt hat. Selbst eine flexible Lösung mit kürzeren Wartezeiten für die Autofahrer würde Staus nicht verhindern.

Zu dem Resultat kommt ein Verkehrsgutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat. Je nach Variante könnte sich der Verkehr von Süden als auch aus Richtung Innenstadt um mehr als 1,3 Kilometer zurückstauen. Im schlechtesten Fall könnte es zu einer Schlange von 5,24 Kilometern kommen: Der Verkehr staute sich nachmittags auf der Rheinuferstraße bis zur Zoobrücke zurück.

Gutachter plädieren für Straßen-Erweiterung

Die Stadt will dennoch an ihrer Planung festhalten und auf den viel diskutierten Bau einer Straßenunterführung verzichten. Diese würde nach groben Schätzungen 60 Millionen Euro kosten und vom Land nicht bezuschusst werden. Die Ergebnisse des Gutachtens lassen den Verkehrsplanern wenig Möglichkeiten. Die uneingeschränkte Vorfahrt der Stadtbahn an der ebenerdigen Kreuzung mit der Rheinuferstraße würde dazu führen, dass der Autoverkehr bereits zusammenbräche, wenn die Bahnen im Zehn-Minuten-Takt führen. Bei einem durchgehenden Fünf-Minuten-Takt würde der Verkehr selbst dann zum Erliegen kommen, wenn die Vorfahrt der Stadtbahn eingeschränkt wäre. Um das zu vermeiden, schlagen die Gutachter vor, den Stauraum vor der Kreuzung auf sechs Spuren zu erweitern.

Die Gutachter haben bei ihrer Bewertung einen Fall gar nicht berücksichtigt: dass die neue Stadtbahn, die mehr als eine Milliarde Euro kosten wird, zusätzliche Fahrgäste anziehen wird.



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