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Rheinufer

KVB braucht schnelles Signal

Von Peter Berger, 07.11.10, 19:22h, aktualisiert 08.11.10, 10:59h

Es stellt sich die Frage, ob die KVB bei der Kreuzung der Nord-Süd-Stadtbahn an der Rheinuferstraße den möglichen Bau eines Straßentunnels berücksichtigen soll. Fünf Millionen Euro mehr müsste für das Offenhalten dieser Option investiert werden.

Rheinuferstraße
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Der Stau scheint programmiert: Direkt neben der Südbrücke soll die Bahn ebenerdig die Rheinuferstraße queren. (Bild: Worring)
Rheinuferstraße
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Der Stau scheint programmiert: Direkt neben der Südbrücke soll die Bahn ebenerdig die Rheinuferstraße queren. (Bild: Worring)
Köln - Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) brauchen bis Ende November ein Signal der Politik, ob sie bei der Kreuzung der Nord-Süd-Stadtbahn an der Rheinuferstraße doch den möglichen Bau einen Straßentunnels berücksichtigen sollen. Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Verkehrsgutachten war zu dem Ergebnis gekommen, dass es vor allem bei einem Fünf-Minuten-Takt zu erheblichen Staus kommen wird, wenn die Bahn die Straße ebenerdig kreuzt. Auch beim Zehn-Minuten-Takt sei mit zusätzlichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Die KVB müsste bei den vorbereitenden Arbeiten für die Kreuzung, die im Januar 2011 ausgeschrieben werden müssen, rund fünf Millionen Euro mehr in zusätzliche Fundamente investieren, um die Tunnel-Option offen zu halten. Geld, das umsonst ausgegeben wäre, sollte der Straßentunnel dann doch nicht gebaut werden. „Wir haben die Ausschreibung bereits etwas hinausgezögert. Sie hätte eigentlich im Oktober erfolgen müssen“, sagte KVB-Vorstandssprecher Jürgen Fenske dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Aus dem politischen Streit um die Tunnellösung, der von CDU und FDP gefordert wird, werde sich die KVB heraushalten. „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass die Kombination eines Fünf-Minuten-Takts mit einer ebenerdigen Kreuzung nicht funktioniert.“ Auf Dauer sei ein Fünf-Minuten-Takt auf der neuen Stadtbahnlinie nicht unrealistisch. „Wir sind immer davon ausgegangen, dass die neue U-Bahn uns auch mehr Fahrgäste bringen wird.“

Man habe jetzt den Auftrag, die Verlängerung der Linie 15 vom Ubierring über die alte Trasse am Rheinufer bis nach Rodenkirchen zu prüfen. Dies hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, um die Linie 16 zu den Hauptverkehrszeiten zu entlasten. „Das werden wir jetzt untersuchen“, sagte Fenske. In der ursprünglichen Planung war die Trasse zwischen der Schönhauser Straße bis zum Ubierring nur als Betriebs- und Ausweichgleis vorgesehen.

Die Verlängerung der Linie 15 nach Rodenkirchen, sie endet derzeit am Ubierring, lässt sich laut Fenske ohne bauliche Veränderungen nicht verwirklichen. Er wollte der Untersuchung nicht vorgreifen, es stehe aber jetzt schon fest, dass man in Rodenkirchen eine neue Wendeanlage bauen und die Haltestellen auf der alten Rheinufertrasse für den Betrieb von Hoch- und Niederflurbahnen umrüsten müsse. Ob sich das alles für den Betrieb rechne und welches Fahrgastpotenzial eine verlängerte Linie 15 habe, werde man jetzt ermitteln.



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