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Kommentar zur Rheinuferstraße

Nichts verbauen

Von Peter Berger, 07.11.10, 19:22h

Noch kann der verkehrspolitische Unsinn an der Rheinuferstraße abgewendet werden. Kölns Baudezernent Bernd Streitberger fürchtet, durch den Tunnel könnte ein neuer städtebaulicher „Unraum“ entstehen. Diese Bedenken muss man ernst nehmen.

Rheinuferstraße
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Der Stau scheint programmiert: Direkt neben der Südbrücke soll die Bahn ebenerdig die Rheinuferstraße queren. (Bild: Worring)
Rheinuferstraße
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Der Stau scheint programmiert: Direkt neben der Südbrücke soll die Bahn ebenerdig die Rheinuferstraße queren. (Bild: Worring)
Noch ist Zeit genug, den verkehrspolitischen Unsinn an der Rheinuferstraße abzuwenden. Noch ist Zeit genug, einen neuen Vorstoß zu unternehmen und beim Land eine finanzielle Beteiligung für den Bau eines Straßentunnels einzufordern. Die politischen Verhältnisse haben sich geändert. Der neue Finanzminister Norbert Walter-Borjans kommt aus Köln, der neue Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger hat zuletzt in Köln gearbeitet. CDU und FDP im Stadtrat wollen den Tunnel, die Bürgervereine im Kölner Süden ebenfalls. Die SPD zögert, sie will es sich mit ihrem grünen Bündnispartner im Rathaus nicht schon wieder verscherzen.

Der erste Schritt muss jetzt schnell erfolgen. Die KVB braucht grünes Licht, die Tunnellösung bei ihren nächsten Ausschreibungen mit zu planen. Das kostet rund fünf Millionen Euro, die allerdings in den Sand gesetzt wären, wenn der Straßentunnel dann doch nicht gebaut würde. Kölns Baudezernent Bernd Streitberger fürchtet, durch den Tunnel könnte ein neuer städtebaulicher „Unraum“ entstehen. Diese Bedenken muss man ernst nehmen, sie sind aber eher eine Gestaltungsfrage.

Jetzt muss es darum gehen, einen verkehrspolitischen Unsinn zu verhindern und den Weg zu einem Tunnel nicht zu verbauen. Zumal die Notlösung, eine Verlängerung der Linie 15 bis Rodenkirchen, auch nicht zum Nulltarif zu haben ist.



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