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Nord-Süd-Bahn

Genehmigung steht noch aus

Von Matthias Pesch, 10.11.10, 08:10h

Die Kontroverse um die künftige Kreuzung der Nord-Süd-Bahn mit der Rheinuferstraße hält an: Die Bezirksregierung Düsseldorf mahnt fehlende Gutachten an. Der Verkehrsausschuss will in einer Sondersitzung über die Verkehrsführung entscheiden.

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An der Südbrücke soll die U-Bahn die Rheinuferstraße queren. (Bild: Worring)
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An der Südbrücke soll die U-Bahn die Rheinuferstraße queren. (Bild: Worring)
Innenstadt - Die künftige Kreuzung der Nord- Süd-Stadtbahn mit der Rheinuferstraße sorgt weiter für Diskussionsstoff. Vonseiten der Bezirksregierung Düsseldorf als Technischer Aufsichtsbehörde gibt es derzeit noch keine Genehmigung für die Ampellösung, die die Kölner Stadtverwaltung an dieser Kreuzung realisieren will. „Uns fehlen die Langfassung des jüngsten Verkehrsgutachtens so wie weitere Details“, sagte Behörden-Sprecher Bernd Hamacher auf Anfrage. „Vorher können wir weder unsere Zustimmung erteilen noch verweigern.“

Dabei war die entsprechende Verwaltungsvorlage am Diens tag bereits Thema im Verkehrsausschuss. Sie sieht eine flexible Ampelschaltung vor statt der ursprünglich geplanten starren Regelung mit langen Wartezeiten für Autofahrer. Ob auf diese Weise die erwarteten Staus reduziert werden können, darüber ist eine heftige politische Kontroverse entbrannt.

Ein Gutachten war zu dem Ergebnis gekommen, dass eine ebenerdige Kreuzung mit der Bahn erhebliche Staus auf der Rheinuferstraße produzieren werde. Bei einer starren Ampelregelung bräche demnach der Verkehr zusammen, aber auch eine flexible Lösung würde für erhebliche Behinderungen sorgen. Erst recht, wenn die Bahnen im Fünf-Minuten-Takt fahren.

Ein Brief der Nahverkehr Rheinland GmbH, Zuschussgeberin für das Milliardenprojekt Nord-Süd-Stadtbahn, sorgte gestern für Irritationen im Verkehrsausschuss. Wie Verkehrsdezernent Bernd Streitberger erläuterte, bezieht sich dieser Brief unter anderem auf den Vorschlag der Verwaltung, eine mögliche Verlängerung der Linie 15 bis Rodenkirchen zu prüfen.

Die könnte in den Hauptverkehrszeiten auch die Linie 16 entlasten, dann müssten die geplanten „Verstärkerzüge“ nicht durch den Tunnel fahren. Der NVR weist die Stadt nun aber darauf hin, dass eine solche Lösung den volkswirtschaftlichen Nutzen der Nord-Süd-Stadtbahn negativ beeinflussen könnte - das hätte im schlimmsten Fall die Rückzahlung von Bundes- und Landeszuschüssen zur Folge.

Im Verkehrsausschuss machten die Parteien noch einmal ihre Positionen deutlich: CDU und FDP plädieren dafür, die Rheinuferstraße unter den Bahngleisen hindurch zuführen und für eine solche Lösung jetzt die notwendigen, fünf Millionen Euro teuren Vorarbeiten zu veranlassen.

Die Grünen wollen die auch von der Verwaltung favorisierte flexible Ampelschaltung; auch die SPD sieht in einer solchen Lösung eine deutliche Verbesserung, will allerdings auch andere Möglichkeiten zur Entlastung des Verkehrs nicht ausschließen. Die Entscheidung soll in einer Sondersitzung am 25. November fallen.



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