Von Uwe Schäfer, 10.11.10, 13:16h
„Wir wollen damit die Stadtteile vor Fehlentwicklungen schützen“, begründet Elke Müssigmann vom Stadtplanungsamt das Vorhaben. Die Verwaltung gehe davon aus, dass die Akzeptanz der Einkaufs- und Geschäftszentren in der Bevölkerung unter den Vergnügungsstätten leide. Durch die Maßnahme könne man aber nur die Neuansiedlung von solchen Einrichtungen verhindern, unterstreicht Albrecht Scherer, ebenfalls vom Stadtplanungsamt: „Die bereits existierenden haben Bestandsschutz.“
Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs rechnet einer Zustimmung der Bezirksvertretung: „Wir haben im Mai dieses Jahres einstimmig ein solches Verbot gefordert.“ Anlass war die Eröffnung einer Spielhalle an der Frankfurter Straße unmittelbar neben einem weiteren Casino. Kurz zuvor war das Ladenlokal von einem Sportartikelhändler aufgegeben worden. Fuchs: „Wir haben seitdem immer wieder Druck gemacht und das zahlt sich nun aus.“ Er plädiert für eine Erweiterung der „Schutzzone“ im Stadtteil Buchheim. Die meisten Fraktionen in der Bezirksvertretung unterstützen den Plan der Stadt: „Wir begrüßen dieses Vorhaben und werden auf alle Fälle dafür stimmen“, sagt Alexander Lünenbach, Fraktionschef der SPD. Die Grünen einigten sich auf ihrer jüngsten Fraktionssitzung ebenfalls auf ein „Ja“. Auch Torsten Tücks kündigte für die FDP-Fraktion Zustimmung an. Die CDU-Fraktion war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
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