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Rheinufer

Auto-Tunnel bleibt eine Möglichkeit

Von Matthias Pesch, 16.11.10, 21:24h, aktualisiert 17.11.10, 06:34h

Der Kölner Rat will sich anscheinend die Möglichkeit eines Auto-Tunnels für die Rheinuferstraße offen halten. Die SPD hat sich jetzt dafür ausgesprochen, eine entsprechende Tragekonstruktion einbauen zu lassen. Die Kosten: rund sechs Millionen Euro.

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Direkt neben der Südbrücke soll die Bahn ebenerdig die Rheinuferstraße queren. (Bild: Worring)
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Direkt neben der Südbrücke soll die Bahn ebenerdig die Rheinuferstraße queren. (Bild: Worring)
Innenstadt - Die Politik wird aller Voraussicht nach die Möglichkeit eines Tunnelbaus an der Kreuzung der Rheinuferstraße mit der Nord-Süd-Stadtbahn offen halten. Die SPD-Ratsfraktion hat sich jedenfalls dafür ausgesprochen, jetzt die entsprechende Tragekonstruktion einbauen zu lassen, um möglicherweise später die Fahrbahn unter den Gleisen hindurchführen zu können. Passiert dies nicht, würde ein zukünftiger Tunnelbau deutlich teurer und komplizierter. Da CDU und FDP ohnehin für einen Tunnel plädieren, scheint eine Mehrheit im Rat zumindest für diese rund sechs Millionen Euro teure „Vorsorgemaßnahme“ gesichert.

Unterschiedlicher Meinung

Vor der Entscheidung über einen Tunnelbau muss laut SPD-Ratsfrau Susana dos Santos Herrmann allerdings untersucht werden, wie effektiv andere Maßnahmen zur Verkehrsentlastung der Rheinuferstraße sind: etwa ein Lkw-Durchfahrtverbot, eine Führung der Buslinie 106 zum Hauptbahnhof / Breslauer Platz oder die Einrichtung von weiteren P & R-Plätzen im Kölner Süden. Klar ist, dass in der Tunnelfrage SPD und Grüne unterschiedlicher Meinung sind. Die Grünen lehnen die vorbereitenden Maßnahmen für den Tunnel ab, sie wollen zunächst die von der Verwaltung vorgeschlagene Ampellösung realisieren und dann abwarten, wie sich der Verkehr entwickelt. Man suche nach einer gemeinsamen Linie, hieß es aus beiden Fraktionen - ob die bis zur Ratssitzung am 25. November gefunden wird, scheint zumindest fraglich.

Das Vorhaben der Verwaltung beinhaltet allerdings ohnehin einige Unsicherheitsfaktoren. Ob die flexible Ampellösung von der Bezirksregierung Düsseldorf als Technischer Aufsichtsbehörde überhaupt genehmigt wird, ist derzeit noch offen. Und auch der Vorschlag der Stadt, zur Entlastung der Kreuzung in den Hauptverkehrszeiten die Stadtbahnlinie 15 über das Rheinufer bis Rodenkirchen zu verlängern, erweist sich als problematisch. Die Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) als Zuschussgeber jedenfalls hat die Stadtspitze nachdrücklich darauf hingewiesen, dass eine solche Lösung und damit der Verzicht auf die geplanten „Verstärkerzüge“ der Linie 16 durch den neuen U-Bahn-Tunnel den volkswirtschaftlichen Nutzen der Nord-Süd-Stadtbahn verringern würde - im schlimmsten Fall drohe die Rückforderung aller Zuschüsse.



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