Erstellt 11.02.11, 22:34h
Die amerikanische Wissenschaftsjournalistin Katharine Gammon aus Santa Monica hat sich für den Onlinedienst „Inside Science“ bei den Experten umgehört. Die Antwort ist, typisch für Wissenschaftler, vielschichtig ausgefallen. Robert Butler, ein Professor für Physiotherapie aus North Carolina, nähert sich dem Thema von der Fußsohle her. Er hat berechnet, dass sich bei High Heels die Lauffläche „um 70 Prozent“ verringert. Und er stellt, nicht ohne männliche Bewunderung, fest: „Man könnte niemals ein Auto auf nur einem Viertel eines Reifens balancieren.“ Je kleiner die Lauffläche, desto größer die Kraft, die auf diese Fläche wirkt, hat Gammon von dem Fachmann gelernt: „Das bedeutet, dass die durchschnittliche Trägerin von High Heels auf diesen kleinen Flecken mehr Kraft ausübt als ein Elefant.“ Stöckel gegen Osteoporose?
Dass darunter vor allem die Knie leiden, ist erwiesen. Die Biomechanikerin Casey Kerrigan hat schon vor Jahren auf den Zusammenhang zwischen High Heels und Knie-Arthrosen aufmerksam gemacht. Heute sieht sie die Dinge allerdings etwas differenzierter. Es gebe Befunde, die darauf hindeuten, dass das typische „Klicken“ oder Stöckeln tatsächlich vorteilhaft sein könnte, um die Knochendichte aufrechtzuerhalten. Hohe Absätze zur Vorbeugung von Osteoporose? So weit sind wir noch nicht. Die elefantöse Belastung für Knie- und Hüftgelenke bleibt uns leider erhalten: „Faktisch blockieren High Heels die Funktion unserer Füße, die Kräfte zu absorbieren“, sagte Kerrigan: „Das muss dann der Rest des Körpers ausgleichen – vor allem die Knie und Hüften.“ Bleibt die Gretchenfrage: Gibt es die maximale Höhe für Stöckelschuhe?
Prinzipiell scheint das Maß nach oben offen, Menschen können auch auf Stelzen laufen. Der britische Physiker Paul Stevenson bezog 2004 in seine mathematischen Formel nicht nur den legendären ersten „Satz des Pythagoras“ ein, sondern auch „weiche“ Faktoren, von denen abhängt, ob sich die Frau womöglich doch den Knöchel verrenkt. „Bei teureren Schuhen halten Sie auch einen höheren Absatz aus“, glaubt der Forscher zu wissen. Sind die Schuhe vom Design her der letzte Schrei, tun die Füße eher weh.
Und der heikelste Punkt: die Menge des konsumierten Alkohols. „Wenn Sie trinken wollen, dann denken Sie daran, den nötigen Spielraum wegen der reduzierten Koordination einzukalkulieren“, rät Stevenson. Bei einer geübten High Heel-Trägerin mit „sagen wir mal fünf Jahren Erfahrung“ kam er auf Heels von maximal 12,5 Zentimetern. Klar, für viele Stars noch immer zu wenig. Aber für sie gilt erst recht: „Wenn Sie es mit den Cocktails zu weit treiben, werden Sie abstürzen. Wer sich sechs Gläser gönnen will, wäre besser beraten, es bei zwei Zentimeter hohen Absätzen zu belassen.“
Man "n" muss nicht !
14.02.2011 | 12.12 Uhr | Berlin1
Orthopädisch gesehen sind diese Dinger ein Folterinstrument für Füße. Nicht nur das die Gelenke sehr strapaziert werden durch das instabile gehen, …
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