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Geschäftsidee

Currywurst im Doppeldeckerbus

Von Katrin Diener, 19.03.11, 21:49h, aktualisiert 19.03.11, 21:54h

Ein roter Doppeldeckerbus ist dann und wann auf Kölns Straßen zu sehen: Fünf Freunde versuchen sich damit in einer neuen Branche und verkaufen auf einem Parkplatz und bei FC-Spielen in dem ungewöhnlichen Gefährt ihre Currywurst.

Landsjöaasen
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Ole Landsjöaasen hatte die Idee zu „Marie Curry“. (Bild: Rakoczy)
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Ole Landsjöaasen hatte die Idee zu „Marie Curry“. (Bild: Rakoczy)
Köln - Das Schild über der Eingangstür erzählt von einer erlebnisreichen Vergangenheit. Eine, die so anders ist als die Gegenwart. „Route 11, Liverpool Street to Fulham“. Mit dem roten Doppeldeckerbus wurden vor wenigen Jahren noch die Londoner durch ihre Stadt chauffiert, heute ist er ein Currywurst-Imbiss mit dem Namen „Marie Curry“.

„Mit Freunden diskutiere ich schon seit Jahren über gute Geschäftsideen“, sagt Ole Landsjöaasen. „Und endlich haben wir auch eine verwirklicht.“ Der Bus ist eine Mischung aus Currywurst-Bude und Restaurant. „Damit befinden wir uns in einer Nische“ , sagt Landsjöaasen, „wir wollten einen geschmackvollen und hochwertigen Imbiss, der aber nicht Schickimicki ist.“ Der 34-Jährige ist Filmproduzent und leitet eine kleine Produktionsfirma.

Im Geschäft mit der Currywurst ist er neu. „Das ist schon spannend, wie schnell man in diese Branche rutscht“, sagt Landsjöaasen. „Wenn man darauf achtet, fällt einem erst mal auf, wie viele Currywurst-Buden es gibt.“ Mit vier Freunden – die bis dahin alle nichts mit der Gastronomie zu tun hatten – entwickelte Landsjöaasen das Konzept für „Marie Curry“, seit Dezember ist der Bus im Einsatz. Die Umsetzung nahm ein Jahr in Anspruch. „Das komplizierteste war, den Bus zu finden und ihn entsprechend umzubauen“, sagt Landsjöaasen. „Dabei muss auf viele technische Vorgaben geachtet werden, das war kompliziert.“ Weil Fahrzeuge in Deutschland nur vier Meter hoch sein dürfen, musste beispielsweise ein Teil des Dachs herausgesägt werden. Während der Fahrt wird das Dach eingeklappt.

Als Vorbereitung hat Landsjöaasen auf eigene Faust Marktforschung betrieben. „Ich bin viel herumgefahren und ich halte immer noch an jeder Bude an und probiere die Wurst.“ Bis zum Jahresende sollen noch zwei Imbisse dazukommen „Der Marie-Curry-Bus trägt sich“, sagt Landsjöaasen, „Vielleicht läuft es irgendwann so gut, dass wir zu einem Franchiseunternehmen wachsen.“



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