Von Gisela Schwarz, 20.05.11, 15:28h
In den lichtdurchfluteten Räumen des Holzhauses ist der Betrachter zunächst überwältigt von der Wirkung der Farben, die die Künstlerin unvermischt in gestischem Schwung auf die Leinwand bringt. Durch die Überlagerung in den Kreisen und Linien erhalten sie Transparenz und führen weg von der ursprünglichen Farbe, die gedämpft, gemäßigt wie in einem schwebenden Zustand wirken. „Der Schaffensprozess ist nicht gesteuert, sondern vollzieht sich im Unbewussten – impulsiv und schnell, sagt Helga Mols über ihre Werkserie. „Das Bild gibt mir die Antwort, was ich machen muss.“ Unmittelbar kann der Betrachter die Entstehung der neuen Werklinie miterleben: Zu Anfang überfluten die Loopings in kräftigen Farben die Leinwand, im Laufe der Zeit entwickeln sich die Momente des Suchens, das Abtauchens in die Ebene unter den Kreisen und Formen. „Strange Loops – seltsamen Schleifen – sind überall in der Welt. Ich will zeigen, dass es auch andere Dimensionen und Wahrnehmungen gibt außer dem, was das bloße Auge sieht“, sagt Helga Mols.
In einem Werk hat sie den Schaffensprozess verlangsamt, wie in Zeitlupe hat sie die Bewegungen der Schleifen vollzogen – in hoher Transparenz überlagern sich die wenigen Pastelltöne, wirken wie eine Atempause im Schaffen an der Staffelei.
Die Ausstellung „Strange Loops“ von Helga Mols , Broich 6, wird am Samstag, 21. Mai, 11 Uhr, eröffnet.Offenes Atelier jeweils ab 11 Uhr: Sonntag, 22. Mai, mit Vortrag um 12 Uhr von David Grasekamp, 28./ 29. Mai, 2./4./5. Juni. Werkschau mit Künstlergespräch am Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr .
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