Von Bernhard Romanowski, 20.05.11, 17:25h
Verfassungsrechtlich verankert
Er sei, so Hartmann, vom Grundsatz her überzeugt, dass es gelingen werde, die erforderliche Anzahl von 115 Schülern für die Gemeinschaftsschule zu erreichen – und zwar auch ohne die Anmeldungen aus Mechernich. „Wenn sich das so verdichtet, wie uns das von Eltern zugesagt wurde, dann klappt das auch“, so der Verwaltungschef.Es sei sogar immer noch möglich, dass mehr Kinder angemeldet würden, als man aufnehmen dürfe. Den Vorstoß der Mechernicher CDU und FDP gegen die neue Schulform sieht Hartmann ins Leere laufen. Der Elternwille bei der Schulwahl sei verfassungsrechtlich verankert. Hartmann: „Wir leben doch nicht in einem totalitären Staat.“
Die Gemeinde Kall, die eine eigene Gemeinschaftsschule im Verbund mit Hellenthal und Schleiden plant, könnte schon 2012 in der gleichen Situation wie Blankenheim und Nettersheim sein, so Hartmann. Er selbst würde in dieser Angelegenheit nie gegen den Willen der Eltern in seiner Gemeinde entscheiden. Das verstoße gegen sein Rechtsempfinden. Er sei im Übrigen optimistisch, dass letztlich die Vernunft in Kall regiere und man sich dort nicht gegen den Willen der Eltern der sieben Kinder entscheide, die bereits für die Gemeinschaftsschule Blankenheim/Nettersheim angemeldet sind.
Wahlfreiheit
Auch der Grünen-Jugendkreis Euskirchen (GJE) meldete sich zu der Abstimmung in Mechernich zu Wort. Dort ist man sich einig, dass sich die Mechernicher CDU und FDP ganz klar gegen den Willen der Bürger gestellt hätten. Auch kritisieren die jungen Grünen die Bezeichnung „ideologisch-basierte Schulform“, mit der Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick in der Ratssitzung die Gemeinschaftsschule tituliert hatte.Es stelle sich die Frage, wer tatsächlich „ideologisch“ verbohrt sei: Grüne, SPD und Linke, die sich für die Wahlfreiheit der Eltern einsetzten, oder CDU und FDP, die „verkrampft am dreigliedrigen System“ festhielten.
Auch Schicks Argument, dass viel Geld in die Mechernicher Schulen geflossen sei, ließ der GJE nicht gelten. Wenn dem so wäre, müsstendie Schulen doch so gut sein, dass Mechernicher Eltern ihre Kinder erst gar nicht nach Blankenheim/Nettersheim schicken wollten.
Falsche Betrachtungsweise
23.05.2011 | 10.10 Uhr | radschläger
@ Versipro: Eine Schule für die es in der eigenen Kommune nicht genügend Anmeldungen gibt, hat für mich keine demokratische Legitimation. Und wenn…
Was für Demokraten
22.05.2011 | 16.43 Uhr | Versipro
@ Radschläger
Natürlich hat der Rat gegen den Bürgerwillen entschieden, gegen den Bürgerwillen der Elten von ganzen 6 Kindern, die lediglich ihr…
Gelächter!!!
20.05.2011 | 23.36 Uhr | radschläger
Hier haben wir mal den Unterschied zwischen der veröffentlichten und der wirklichen Mehrheitsmeinung. Mit großen Geschrei wird wird der…
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