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Von Beust kritisiert CDU

„Kaum Chancen für Homosexuelle“

Erstellt 01.06.11, 10:44h, aktualisiert 01.06.11, 10:46h

Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust sieht für Homosexuelle kaum Aufstiegschancen in der CDU. Ministerpräsident sei das Äußerste, was ein Homosexueller in der CDU werden könne. Er habe lange Zeit Angst vor einem Outing gehabt.

Ole von Beust
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Ole von Beust. (Bild: dpa)
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Ole von Beust. (Bild: dpa)
HAMBURG - Hamburgs früherer Regierungschef Ole von Beust (CDU) hat mangelnde Aufstiegschancen von Homosexuellen in der CDU beklagt. „Ministerpräsident ist das Äußerste“, was ein Homosexueller in der CDU werden könne, sagte er dem „Zeit“-Magazin.

Beust, der seine Homosexualität lange nicht öffentlich gemacht hat, betonte: „Ich selbst wäre auch nie Spitzenkandidat geworden, wenn die Leute geahnt hätten, dass ich gewinnen könnte. Ich war ja eher eine Verlegenheitslösung, der Jungspund, der immer so aussieht, als käme er vom Segeln. Ich weiß, dass Helmut Kohl 1997 dagegen war, dass ich Spitzenkandidat wurde.“

Er habe sein Schwulsein immer „sehr offen gelebt“, sagte Beust. Dennoch habe er lange Zeit Angst vor einem Outing gehabt: „Ich wollte mich nicht rechtfertigen müssen für Dinge, die keinen was angehen.“

Beust wäre zudem gerne Bundespräsident geworden: „Ach, wenn man mich gefragt hätte - ich hätte nicht Nein gesagt.“ Inzwischen könne er sich unter bestimmten Umständen auch eine Rückkehr in die Politik vorstellen. „Ich sehne mich nicht danach, und ich bitte nicht darum. Aber wenn es eine interessante Aufgabe gäbe, dann würde ich darüber nachdenken.“

Beust war von 1993 bis 2001 CDU-Fraktionschef in der Bürgerschaft und von 2001 bis 2010 Bürgermeister der Hansestadt. (dpa)



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