Erstellt 16.06.11, 20:38h
Bayer bedaure die Entscheidung des Obersten Gerichthofs, sagte ein Sprecher. Der Konzern werde sich weiter vor Gericht zur Wehr setzen, insbesonders auch gegen die Zulassung als Sammelklage.
Bayer musste im August 2001 den Blutfettsenker wegen tödlicher Nebenwirkungen vom Markt nehmen. Früheren Angaben zufolge hatte sich Bayer danach mit mehr als 3100 Klägern geeinigt und dafür 1,2 Milliarden Dollar gezahlt. Das Unternehmen hatte in diesem Zusammenhang wert auf die Feststellung gelegt, dass es sich bei dem Vergleich um kein Schuldeingeständnis gehandelt habe.
Richterin Elena Kagan begründete die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs unter anderem damit, dass das Berufungsgericht zuvor in seiner Ablehnung der Sammelklage seine Kompetenzen überschritten habe. Das auch als Baycol bekannte Präparat war mit 31 Todesfällen in Verbindung gebracht worden. Bayer hatte die Arznei in den Jahren 1997 bis 2001 vertrieben. (rtr)
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