Erstellt 04.08.11, 18:17h, aktualisiert 05.08.11, 09:54h
Der junge Mann aus Wuppertal ist von Ute Gerhards, der Leiterin des Bürgermeister-Büros, also nicht zufällig für die Reihe „Die Verwaltung stellt sich vor“ ausgewählt worden. Knabbe habe dank seiner Fachkenntnis rasch von sich Reden gemacht auf den Fluren des Rathauses. Zunächst hatte er eine Stelle in der Kämmerei angetreten, dann bewarb er sich erfolgreich für den Posten des Abteilungsleiters im Ordnungsamt. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Freiwillige Feuerwehr und das Krisenmanagement.
Dass Thomas Knabbe selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wuppertal-Vohwinkel ist, dürfte ihm im Bewerbungsverfahren Pluspunkte beschert haben. „Ich kann halt gut einschätzen, welche Geräte ein Löschzug braucht und welche neuen Fahrzeuge es auf dem Markt gibt“, sagt Knabbe.
Für eine Laufbahn in der öffentlichen Verwaltung hat sich der 29-Jährige indes erst spät entschieden. Nach dem Schulabschluss machte er zunächst eine Lehre zum Bankkaufmann und arbeitete bis 2007 in diesem Beruf. „Kunden Produkte aufzuschwatzen, die sie gar nicht haben wollen“, wollte er aber auf Dauer nicht. Also wagte er mit Mitte 20 einen Neuanfang und begann ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.
Seit dem 1. Mai ist Thomas Knabbe Abteilungsleiter und einer von insgesamt 229 Mitarbeiter der Stadt Leichlingen. „Von denen arbeitet aber nur ein Teil im Rathaus“, erklärt Ute Gerhards, schließlich zählten auch die Erzieherinnen in den Kindertagesstätten oder die Mitarbeiter des Jugendzentrums dazu. 143 Frauen und 86 Männer arbeiten bei der Stadt, den Beamtenstatus haben aber nur 44 inne, die Übrigen sind Angestellte. 155 Verwaltungsmitarbeiter sind in Vollzeit tätig, 74 arbeiten in Teilzeit.
Für Thomas Knabbe ist die Verwaltung der Ort, an dem er sich mit zwei Dingen beschäftigen kann, die ihm besonders viel Spaß machen – Zahlen und Feuerwehr. „Gebe jeden Euro aus, als wäre es dein eigener“, lautet sein Motto, das so gar nicht zur seiner Banker-Vergangenheit passt. Von den Leichlinger Wehrleuten sei er als Fachmann zwar „euphorisch begrüßt“ worden, aber jeden Wunsch wird er trotzdem nicht erfüllen. „Nicht alles, was eine Feuerwehr gerne hätte, ist unbedingt notwendig“, erklärt Knabbe, der sich zurzeit vor allem um die Überarbeitung des städtischen Krisenplans kümmert.
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