Von Tim Miebach, 18.09.11, 19:38h
Nach nervösem Beginn der Gäste lag Rheinbach nach zwölf Minuten mit 4:2 vorne, doch die folgenden zehn Spielminuten nutzte Siebengebirge, um auf vier Tore wegzuziehen (10:6, 22.). Zwar bekam die HSG-Abwehr die Top-Shooter der Rheinbacher, Mike Ribbe und Neuzugang Manuel Feitz, nie richtig in den Griff, dennoch stand zur Pause eine Drei-Tore-Führung zu Buche.
Auch nach dem Wechsel zeigte sich das Degenhardt-Team spielbestimmend, versäumte es aber, den Vorsprung frühzeitig entscheidend auszubauen. Näher als beim Stand von 22:25 (45.) kamen die Gastgeber aber nicht mehr heran. Nicht zuletzt, weil sich die HSG im Gegensatz zu den Vorbereitungsspielen in der Abwehr wesentlich stabiler und geordneter präsentierte und in der Schlussphase mit Keeper Michael Rieder einen sicheren Rückhalt hatte. Auch der zuvor eingesetzte junge Schlussmann Michael Hecken bekam ein Sonderlob vom Trainer. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht und gezeigt, dass man sich hundertprozentig auf ihn verlassen kann.“ Als bester Werfer der Siebengebirgler (8 Treffer) konnte sich Oliver Schulz auszeichnen.
HSG Siebengebirge/Thomasberg: Hecken, Rieder, O. Schulz (8), Gaida (6/1), Nitschkowski (5), Heldmann (3), Naji (3), Heinrich (3), Grunwald (2), Zächerl (2), Kutlesa, Korb, E. Schulz.
HSG Niederpleis/Sankt Augustin – TSV Bayer Dormagen II 28:31 (13:14). Zwar mussten sich die Hausherren vor heimischem Publikum der Reserve des Zweitligisten TSV Bayer Dormagen mit 28:31 geschlagen geben, dennoch fiel das Fazit des HSG-Trainers Keno Knittel äußerst positiv aus: „Dormagen wird in dieser Saison sicherlich um die vorderen Plätze mitspielen. Dafür haben wir uns teuer verkauft und uns unsere 28 Tore hart erarbeitet.“ In der Tat erzielte der Liga-Neuling keinen einzigen Treffer nach einem Tempogegenstoß, wusste aber dennoch die Lücken in der TSV-Defensive zu nutzen. Bis zur 50. Minute (22:22) sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Begegnung, die vor allem von Leidenschaft und Kampf geprägt war. Dann schlichen sich beim Aufsteiger vermehrt Fehlwürfe und technische Fehler ein, die Dormagen eiskalt zur 26:23-Führung nutzte. Zwar kam die HSG noch einmal auf zwei Tore heran (28:30, 58.), letztlich reichte es aber nicht mehr, um doch noch einen Punkt zu holen.
HSG Niederpleis/Sankt Augustin: Kierdorf, Dahs, Lück (11/4), Lehnert (6/3), Burkowski (2), Filp (2), Wittig (2), Bredehorst (1), Sommershof (1), A. Busche (1), C. Busche (1), Ruhs (1), Zimmermann.
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