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Aktionstag

Finchen ruckelte durch Frechen

Von Stefanie Stockem, 25.09.11, 17:20h

Mit einem leichten Ruckeln setzt sich „Finchen“ gemütlich in Bewegung. Die 100 Jahre alte Straßenbahn fuhr am Sonntag anlässlich des 60. Geburtstages der Stadt Frechen und einer Ausstellung des Stadtarchivs einen Teil ihrer alten Strecke.

Aktionstag Frechen
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Zur Feier des Tages wurde vor dem Rathaus eine Sonderhaltestelle eingerichtet.
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Zur Feier des Tages wurde vor dem Rathaus eine Sonderhaltestelle eingerichtet.
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Gut gefüllt war der Platz vor dem Rathaus.
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Frechen - Laut pfeifend pendelte die voll besetzte und geschmückte Bahn zwischen den Haltestellen „Frechen Kirche“ und „Benzelrath“. „Ich fahre gern mit alten Bahnen und mit dem Finchen wollte ich auch unbedingt mal fahren“, sagte Monika Pohl, die es sich auf den alten Holzbänken gemütlich gemacht hattee.

Ab 1914 bis in die 1960er Jahre hinein ersetzte die „Linie F“ die lauten und schmutzigen Dampfloks. „Aus der Abkürzung des Namens Josephine und der Bezeichnung der Linie entwickelte sich im Laufe der Zeit im Volksmund der Name Finchen“, erklärte Franz Decker in historischer Schaffner-Unifom. Der 82-Jährige ist Archivleiter des Straßenbahn-Museums Thielenbruch, in dem Finchen normalerweise ausgestellt wird. „Ich finde es toll, dass Finchen noch mal auf ihrer historischen Strecke fährt“, freute sich Decker. „Wir wollten den Bürgern im Rahmen unserer Ausstellung etwas Besonderes bieten und haben daher heute Finchen extra nach Frechen geholt“, erzählte Alexander Entius vom Frechener Stadtarchiv. Die Ausstellung des Archivs zeigt von Juli bis Ende November 2011 Karten, Pläne, Fotos und Zeittafeln zur Verkehrsentwicklung in Frechen ab 1900. „Sehr viele Besucher haben sich die Ausstellung schon angeschaut“, sagte Entius. Am Sonntag gab es zusätzlich Vorträge zu Finchen und einen Film zur Sanierung der Gleise in der Fußgängerzone.

Der Aktionstag war der Höhepunkt und zugleich der Abschluss von mehreren städtischen Veranstaltungen im Jubiläumsmonat. Auf einer Bühne vor dem Stadtarchiv spielte die Bergmannskapelle des Knappenvereins Wackersdorf. Der Chor der Köln-Frechen-Benzelrather-Eisenbahn (KFBE), der Männergesangverein Türnich-Balkhausen und Ferdi Huck am Akkordeon gaben unter anderem das „Finchen-Lied“ zum Besten. Auch die Feuerwehr der Stadt Frechen boten verschiedene Aktionen an. So konnten die Bürger selbst Hand an schwere, hydraulische Schneidwerkzeuge legen und einen alten PKW zerschneiden. Mit den bis zu 30 Kilo schweren Werkzeugen befreit die Feuerwehr eingeklemmte Personen nach Unfällen und zeigte am Sonntag den Besuchern, wie das genau funktioniert. „Ich finde das sehr interessant, das sieht man sonst so nicht“, fand Barbara Heuser aus Hürth. Hauptbrandmeister Thomas Kader war mit der Aktion zufrieden: „Sie wird sehr gut angenommen.“



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