Von Heribert Rösgen, 17.11.11, 09:54h
Ausnahmsweise war unmittelbar hinter dem vollen Bus, der an der Station nur hielt, um Fahrgäste aussteigen zu lassen, schon ein weiteres Fahrzeug derselben Linie auf der Anzeigetafel angekündigt. „Da ist dann hoffentlich Platz“, meinte Anni Müller sichtlich verärgert. „Es ist schon echt nervig morgens und abends. Kürzlich war es so voll, dass man sich noch nicht einmal festhalten konnte. Als der Bus dann einmal scharf bremsen musste, sind viele gestürzt“, berichtet die Studentin über das tägliche Ärgernis beim Fahren mit dem „Uni-Bus“.
Die Probleme sind nicht neu: Schon bald zwei Jahre lang rollt der „Uni-Bus“ zwischen Nippes und Sülz. Seit die zuvor jahrzehntelang geforderte Busverbindung im Dezember 2009 endlich ihren Betrieb aufnahm, wird sie von den Kunden der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) intensiv genutzt.
Bereits wenige Wochen nach Start zeichneten sich die zeitweiligen Platzprobleme in den Bussen ab. Einer Forderung der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Ehrenfeld, zumindest morgens einen größeren Gelenkbus einzusetzen, kamen die Verkehrs-Betriebe schon im Januar 2010 rasch nach. Doch mittlerweile sind offenbar noch mehr Kölner – insbesondere Studenten – auf den Bus umgestiegen. Obwohl sogar mehrere Gelenkbusse im Einsatz sind, ist es oft immer noch sehr voll in den Fahrzeugen.
Jetzt machte der CDU-Nachwuchs, die Junge Union Ehrenfeld, eine Probefahrt mit dem Bus. An der Haltestelle Venloer Straße – so die Jungpolitiker – stellten sie fest, dass gerade in den Morgenstunden vor Vorlesungsbeginn regelmäßig Fahrgäste nicht mitgenommen werden. „Studenten berichteten uns außerdem, dass an Stationen auf der Weinsbergstraße die bereits überfüllten Busse schon gar nicht mehr anhalten“, erzählt Robert Fuchs vom Vorstand der Jungen Union. Die aktuellen Zustände und die Frequenz von nur drei Bussen pro Stunde seien nicht hinnehmbar, schimpfte Niklas Kienitz, Ehrenfelder CDU-Ratsmitglied. Von den KVB fordert die Junge Union daher den Einsatz von mehr Bussen pro Stunde, was einer kürzeren Taktfrequenz gleichkäme.
nach zwei Jahren
20.11.2011 | 00.24 Uhr | TrS
Nach zwei Jahren (in Köln: "nur" zwei Jahren) stellt man fest, es stimmt was nicht.
Ja, nee, unglaublich was?
Wird die SPD/CDU (oder wer auch…
Die Politik ist gefragt
18.11.2011 | 11.43 Uhr | coloniaexpress
Es geht völlig am Thema vorbei, immer nur auf die KVB einzudreschen, den die örtlichen Verkehrsbetriebe sind nur ausführende Organe. Nicht nur die…
Ausgerechnet die Junge Union
18.11.2011 | 09.48 Uhr | dreirath
fordert mehr Busse, nachdem die CDU diese seit Jahren geforderte Linie jahrelang verhindert hat mit dem Argument, es gebe keinen Bedarf. Aber es ist…
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