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Uni-Linie-142

Häufig völlig überfüllte Busse

Von Heribert Rösgen, 17.11.11, 09:54h

René Krummeich staunte nicht schlecht, als er an der Haltestelle Venloer Straße den rappelvollen 142er-Bus herannahen sah. „So schlimm hatte ich mir das aber nicht vorgestellt“, gab er zu. Der „Uni-Bus“ zwischen Nippes und Sülz wird intensiv genutzt.

Gelenkbus Linie 142
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Gelenkbusse wie dieser sollen bald öfter eingesetzt werden. (Bild: Rösgen)
Gelenkbus Linie 142
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Gelenkbusse wie dieser sollen bald öfter eingesetzt werden. (Bild: Rösgen)
Ehrenfeld - René Krummeich staunte nicht schlecht, als er an der Haltestelle Venloer Straße den rappelvollen 142er-Bus herannahen sah. „Das stimmt ja wirklich, meine Freundin hat mir öfters erzählt, dass das hier an der Tagesordnung sein soll. So schlimm hatte ich mir das aber nicht vorgestellt.“ Die anderen Wartenden, von denen die meisten gar nicht mehr einsteigen konnten, weil die Türen wegen der Überfüllung geschlossen blieben, nahmen es gelassen.

Ausnahmsweise war unmittelbar hinter dem vollen Bus, der an der Station nur hielt, um Fahrgäste aussteigen zu lassen, schon ein weiteres Fahrzeug derselben Linie auf der Anzeigetafel angekündigt. „Da ist dann hoffentlich Platz“, meinte Anni Müller sichtlich verärgert. „Es ist schon echt nervig morgens und abends. Kürzlich war es so voll, dass man sich noch nicht einmal festhalten konnte. Als der Bus dann einmal scharf bremsen musste, sind viele gestürzt“, berichtet die Studentin über das tägliche Ärgernis beim Fahren mit dem „Uni-Bus“.

Die Probleme sind nicht neu: Schon bald zwei Jahre lang rollt der „Uni-Bus“ zwischen Nippes und Sülz. Seit die zuvor jahrzehntelang geforderte Busverbindung im Dezember 2009 endlich ihren Betrieb aufnahm, wird sie von den Kunden der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) intensiv genutzt.

Bereits wenige Wochen nach Start zeichneten sich die zeitweiligen Platzprobleme in den Bussen ab. Einer Forderung der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Ehrenfeld, zumindest morgens einen größeren Gelenkbus einzusetzen, kamen die Verkehrs-Betriebe schon im Januar 2010 rasch nach. Doch mittlerweile sind offenbar noch mehr Kölner – insbesondere Studenten – auf den Bus umgestiegen. Obwohl sogar mehrere Gelenkbusse im Einsatz sind, ist es oft immer noch sehr voll in den Fahrzeugen.

Jetzt machte der CDU-Nachwuchs, die Junge Union Ehrenfeld, eine Probefahrt mit dem Bus. An der Haltestelle Venloer Straße – so die Jungpolitiker – stellten sie fest, dass gerade in den Morgenstunden vor Vorlesungsbeginn regelmäßig Fahrgäste nicht mitgenommen werden. „Studenten berichteten uns außerdem, dass an Stationen auf der Weinsbergstraße die bereits überfüllten Busse schon gar nicht mehr anhalten“, erzählt Robert Fuchs vom Vorstand der Jungen Union. Die aktuellen Zustände und die Frequenz von nur drei Bussen pro Stunde seien nicht hinnehmbar, schimpfte Niklas Kienitz, Ehrenfelder CDU-Ratsmitglied. Von den KVB fordert die Junge Union daher den Einsatz von mehr Bussen pro Stunde, was einer kürzeren Taktfrequenz gleichkäme.



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