Von Joachim Sprothen, 17.11.11, 17:10h, aktualisiert 18.11.11, 15:55h
Dabei fragte sich der Beobachter der Szene allerdings, welche Wünsche Molitor, die unter anderem den Kreis Euskirchen im Bundestag vertritt, und Hoff, die sicherheitspolitische Sprecherin der Fraktion, in Berlin noch vortragen könnten.
Militärische Wetterfrösche
Nach der Entscheidung des Bundesverteidigungsministers vom 26. Oktober, den Bundeswehrstandort Euskirchen nicht nur zu erhalten, sondern personell noch erheblich aufzustocken, müsste das Glück der Militärs in der Kreisstadt eigentlich komplett sein. Aber bekanntlich ist nichts so gut, dass es nicht noch besser werden könnte. Das Tüpfelchen auf dem „i“ wäre, wenn in Euskirchen ein Europäisches Zentrum für Geoinformationswesen angesiedelt würde. Hoff machte da durchaus Hoffnung. Angesichts der zumeist angespannten Haushaltslagen in den einzelnen europäischen Staaten sei eine Konzentration der Aufgaben der „militärischen Wetterfrösche“ höchstwahrscheinlich.
Und da sei das AgeoBW angesichts seiner anerkannten Kompetenz eine erste Adresse. Nirgendwo sonst auf der Welt, so Schmidt- Bleker, seien 18 Fachrichtungen unter einem Dach vereint, um den Soldaten Informationen von der Wettervorhersage über den Standort von Trinkwasserentnahmestellen bis hin zu Vogelschwärmen, die Flugzeuge gefährden, aus einer Hand zu liefern. Die Entscheidung, ob Euskirchen Standort dieses europäischen Zentrums wird, kann Schmidt-Bleker allerdings nur noch als Zivilist mitbekommen. Er tritt am 18. Januar nächsten Jahres in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Oberst Roland Brunner, der Euskirchen als früherer Mitarbeiter des AGeoBW bereits kennt.
150 Meteorologie-Studenten
Aber Schmidt-Bleker konnte kurz vor Beendigung seiner aktiven Dienstzeit nach einer Führung durch die Druckerei noch frohe Botschaften verkünden. Die 200 Mitarbeiter, die nach Köln versetzt wurden, „und Euskirchen bereits nachtrauern“, werden zahlenmäßig mehr als kompensiert. Aus derzeit 930 Stellen werden 1260. Den größten Zuwachs bekommt die Kreisstadt aus Traben-Trarbach. Dort wird die Dependance des AGeoBW aufgelöst, rund 230 Mitarbeiter werden nach Euskirchen umziehen.
Und die Kreisstadt wird auch noch Fachhochschul-Standort. Das Ausbildungszentrum des Bundes und des Deutschen Wetterdienstes wird aus Fürstenfeldbruck nach Euskirchen verlagert. Zum Stammpersonal von 45 Dozenten kommen 150 Studenten der Meteorologie hinzu. Damit dürfte auch den Unternehmen aus der Region ein Konjunkturschub beschert werden. In den beiden Kasernen sind bereits Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von über 22 Millionen Euro in Planung. Nach Einschätzung Schmidt-Blekers werden allein für zusätzliche Baumaßnahmen für die Fachhochschule rund zehn Millionen hinzukommen. Da Euskirchen mehr Soldaten als Mechernich haben wird, zieht auch noch die Sanitätsstaffel vom Bleiberg an die Erft um.
Das ist wirtschaftpolitische Kompetenz, ...
17.11.2011 | 19.04 Uhr | Ieserbähner met dä Plämp
... Frau Molitor.
Also, wenn die Bundeswehr 30 Mio. € ausgibt, würde dies, so die Liberale, die Konjunktur ankurbeln.
Nur, wie kommt die Bundeswehr…
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