Von F.A. Heinen, 18.12.11, 15:40h, aktualisiert 18.12.11, 15:44h
Während in den Niederungen die weiße Pracht alsbald wegtaute, blieb der Schnee in den Höhenlagen liegen. Am Weißen Stein bei Udenbreth – mit knapp 700 Metern der höchste Punkt des Kreises Euskirchen – lagen bereits am Samstag um die 15 cm Schnee, am frühen Sonntagmorgen ließen weitere Schneefälle nach Angaben der Gemeindeverwaltung die Decke auf deutlich über 22 cm anwachsen.
Wenige Unfälle
Das reichte den Schneehasen und Freunden des Rodelschlittens aus der ganzen Region bereits am Samstag aus, um zu einem Ausflug in die Hocheifel zu starten. Gestern um 10 Uhr warf der Liftbetreiber am Weißen Stein erstmals in dieser Wintersaison den Skilift an, anderthalb Stunden später lief auch der Rodellift. Bei Temperaturen leicht unter oder um den Gefrierpunkt machte die Schneedecke in den Kammlagen der Eifel keinerlei Anstalten, zu schmelzen.
Glaubt man den Wettervorhersagen, dann ist sogar bis Montag noch mit einem leichten Anstieg der Schneedecke zu rechnen. Zwar soll es allgemein zur Wochenmitte hin wieder wärmer werden, doch erfahrungsgemäß hält sich in Höhen ab 600 Meter die Schneedecke deutlich länger als in den Niederungen.
Auskunft über die aktuellen Schneehöhen in den Wintersportgebieten Hellenthals bekommt man telefonisch während der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung unter anderem beim Schneetelefon unter ☎ 0 24 82/ 8 51 15. Da am Samstag ein Teil der Niederschläge im Flachland und den Tallagen als Regen niedergegangen war, reichte das zuvor durch die Winterdienste ausgebrachte Tausalz auf den Straßen vielfach nicht mehr aus. Zahlreiche Straßen waren in der Nacht zum Sonntag spiegelglatt geworden. Ab 3 Uhr am Sonntag rückten die Winterdienste im ganzen Kreisgebiet aus, um wieder für sichere Verkehrsverhältnisse zu sorgen. Die Autofahrer im Kreis Euskirchen hatten sich offenbar auf die winterlichen Straßenverhältnisse eingestellt. Nur vergleichsweise wenige Unfälle gab es bis gestern Nachmittag.
Diese gingen in den meisten Fällen sehr glimpflich ab. So etwa, als am Sonntag gegen 5 Uhr ein junges Paar auf der Strecke von Marmagen nach Milzenhäuschen auf spiegelglatter Fahrbahn ins Rutschen kam und eine Böschung hinabschleuderte. Der Wagen bliebauf der Beifahrerseite liegend zwischen Bäumen liegen. Die beiden Insassen hatten die Havarie zwar unverletzt überstanden, aber sie waren im Fahrzeug eingeschlossen und mussten durch die Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Anschließend zog die Feuerwehr den Wagen aus den Bäumen heraus.
Bereits am Freitag kam ein spanischer Sattelzug von der Bundesstraße 51 bei Baasem ab. Gegen 23.20 Uhr war das Gespann auf schneebedeckter Fahrbahn gegen die Mittelleitplanke geprallt, die dabei auf einer Länge von 20 Metern beschädigt wurde. Beim Gegenlenken knickte der Sattelzug nach links ein. Der Auflieger schob die Zugmaschine im spitzen Winkel rund 30 Meter quer zur Bundesstraße vor sich her. Danach prallte das Gespann gegen die Leitplanke auf der anderen Straßenseite, schließlich kam das Fahrzeug in der Böschung zum Stehen. Der Fahrer musste von Rettungskräften aus dem Führerhaus befreit werden, er erlitt schwere Verletzungen. Mit schwerem Bergungsgerät wurde die Sattelzugmaschine abgeschleppt. Der Gesamtsachschaden beläuft sich auf rund 60.000 Euro.
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