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Neubauprojekt

Fußballer fühlen sich vergessen

Von Ulrike Süsser, 21.12.11, 11:06h

Nach einer Vorlaufzeit von vier Jahren scheint es nun einen Fortschritt zu geben in Sachen Fußballplatz des SC Rondorf von 1912. Die bisherige marode Sportanlage an der Pastoratsstraße soll verlagert werden und Platz für ein Neubaugebiet machen.

Rondorf Fußball Platz 01
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Nach jedem Regenguss verwandelt sich der Aschenplatz des SC Rondorf in eine Schlammwüste. (Bild: Süsser)
Rondorf Fußball Platz 01
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Nach jedem Regenguss verwandelt sich der Aschenplatz des SC Rondorf in eine Schlammwüste. (Bild: Süsser)
Rondorf - Als neuer Standort ist eine städtische Fläche an die Kapellenstraße/Husarenstraße vorgesehen, die bislang noch landwirtschaftlich genutzt wird. Ein Bebauungsplan soll jetzt aufgestellt werden für dieses Areal.

Zeitgleich soll die Verwaltung auch einen Bebauungsplan offen legen für das alte Fußballfeld zwischen Pastoratsstraße, Westerwaldstraße und Rondorfer Hauptstraße. Auf dem 22 400 Quadratmeter großen Sportgelände soll künftig ein kleines Neubaugebiet entstehen. Das haben die Bezirksvertretung Rodenkirchen und die Ratsausschüsse für Stadtentwicklung und Sport jüngst beschlossen. Zudem ist die Verwaltung beauftragt, mittels einer europaweiten Ausschreibung einen Investor zu suchen, der das bisherige Sportgelände von der Stadt erwirbt und bebaut. Außerdem soll der Investor die neue Sportanlage an der Kapellenstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zur „St. George’s School“ nach Vorgaben des Sportamtes errichten.

Anwohner beschweren sich über Lärm und Staub

Vor vier Jahren hat die Bezirksvertretung erstmals beantragt, den Sportplatz zu verlagern. Getan hat sich seitdem nichts. Nach wie vor wartet der SC Rondorf auf eine Reaktion der Verwaltung. Nach wie vor ist der Vorstand des SC Rondorf damit beschäftigt, die Anwohner zu beruhigen, die sich über Lärm und den Staub beschweren, den die Fußballer vor allem im Sommer auf dem Aschenplatz aufwirbeln. „Wir hatten zwischenzeitlich sogar eine Anwohner-Sprechstunde eingerichtet“, sagt Reinhard Neumann, der Geschäftsführer des Vereins.

Es sei verständlich, dass sich die Nachbarn ärgern. Immerhin liegt der Platz mitten im Wohngebiet. In den vergangenen drei Jahren sei die Mitgliederzahl von etwa 340 auf 500 gewachsen. 15 Jugend- und drei Seniorenmannschaften sowie ein Altherren-Team zählt der Verein zurzeit. Das bedeutet mehr Training, mehr Spiele, mehr Zuschauer. Der Lärm und das Parkplatzproblem hätten sich zusätzlich verschärft, seit die erste Mannschaft in die Bezirksliga aufgestiegen sei. Nach wie vor spielen die Fußballer auf einem Platz, der längst nicht mehr zeitgemäß ist. „Schon bei geringen Regenfällen bilden sich riesige Pfützen, die das Spielen und Trainieren unmöglich machen“, sagt Klub-Präsident, Rafael Iborra (49). Für die Sanierung habe die Stadt zuletzt nichts mehr ausgegeben, weil die beiden neuen Fußballplätze stets im Raum gestanden hätten.

Investor wegen Verzögerung abgesprungen

„Wir wurden vertröstet und hingehalten“, so Rafael Iborra. Sogar einen Investor habe der Verein schon an der Hand gehabt. Der sei aber wegen der Verzögerung wieder abgesprungen. Warum der Rondorfer Fußballverein „vergessen“ wurde, kann sich der Vorstand nicht erklären. Das Bodengutachten sei wohl nicht schuld an der langen Verzögerung gewesen, vermuten Rafael Iborra und Reinhard Neumann. Das habe nämlich insgesamt nur ein dreiviertel Jahr gedauert. „Wir erwarten, dass sich das Sport- und das Liegenschaftsamt intensiv für die schnelle Platzverlegung einsetzt und alsbald einen Zeitplan vorlegt“, so der Vorstand. Die Politik solle darauf hinwirken.

Platz für Doppel- und Einfamilienhäuser

Ein Investor soll auf dem alten Sportplatz an der Pastoratsstraße 24 Gebäude errichten. So sieht es eine städtische Beschlussvorlage vor. 16 Grundstücke von 250 bis 400 Quadratmeter sind für eine Doppelhausbebauung mit zwei Geschossen vorgesehen, außerdem vier freistehende Einfamilienhäuser auf Grundstücken von rund 600 Quadratmetern sowie vier weitere eingeschossige Gebäude. Auch ein Kindergarten mit vier Gruppen, ein Spielplatz und eine öffentliche Grünfläche sind geplant.



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