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Forschung

Erfinder wollen ihr Wissen teilen

Von Roland Schriefer, 29.12.11, 15:45h

Erfinder tüfteln oft jahrelang an einer neuen Idee, in der Regel in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten, ohne dass der Erfolg garantiert ist. Im Erfinderclub Porz treffen sich die Kreativen und unterstützen sich gegenseitig.

Erfinderclub Porz 03 27.12.201
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Im Bürgerzentrum Finkenberg kommen die Erfinder regelmäßig zusammen, um ihre Projekte vorzustellen und zu diskutieren. (Bild: Schriefer)
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Im Bürgerzentrum Finkenberg kommen die Erfinder regelmäßig zusammen, um ihre Projekte vorzustellen und zu diskutieren. (Bild: Schriefer)
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Zinovy Goldberg, Vorsitzender des Erfinderclubs. (Bild: Schriefer)
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Finkenberg - Duft kann zu einem ausgeglichenen und harmonischen Verhalten führen. Das hat Ewald Wesner herausgefunden und einen kleinen schmucken Zylinder entwickelt, der mit Duftstoffen gefüllt um den Hals getragen wird. Der aus dem Zylinder strömende Duft steigt in die Nase und führt nachhaltig zu dem beabsichtigten Erfolg. So zumindest verspricht es Wesner, Mitglied im Signo-Erfinderclub, der seinen Sitz im Bürgerzentrum Finkenberg hat. Für seine Erfindung hat Wesner vor zwei Jahren auf der Fachmesse für Vermarktung von neuen Produkten in Nürnberg eine Bronzemedaille erhalten.

Erfindungen der 25 Mitglieder des Clubs erhalten häufiger solche Anerkennungen. Aber dennoch steht der 1999 von Migranten aus Russland und der Ukraine gegründete Club nicht auf sicheren Füßen. "Wir erhalten eine finanzielle Förderung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die aber jetzt ausläuft", klagt Zinovy Goldberg, der Vorsitzende des Clubs. In den vergangenen 16 Jahren hatte das Bundesministerium für Wirtschaft den Verein mit jährlich 1 500 Euro unterstützt. Diese Förderung wurde jetzt eingestellt. Chancen, seine ökonomische Situation zu verbessern, hatte der Club jüngst. Da wurde er anlässlich einer Ausstellung von Erfindungen von Anton Rütten, Leiter der Abteilung Integration im NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und Barbara Roth, der Referatsleiterin für den Bereich Gesellschaftliche Teilhabe Zugewanderter, besucht. "Wir haben nach dem Besuch den Kontakt zwischen dem Kompetenzzentrum für Integration in der Bezirksregierung Arnsberg und dem Erfinderclub hergestellt. Beide Seiten werden nun über einen konkreten Antrag beraten", sagte Rütten. Ob das zu einmaliger oder zu der vom Erfinderclub gewünschten ständigen Unterstützung führt, ist noch offen.

Neugier auf Bildung wecken

Wie Daniel Düsentrieb in der Werkstatt neue Wunderdinge auszutüfteln, ist nicht das einzige, was die Mitglieder des Erfinderclubs leisten. "Unser Ziel ist, spielerisch die Neugier auf Bildung zu wecken", erklärt Goldberg. Außerdem gebe es Kooperationen mit Schulen, in denen wir unsere Erfindungen und unser Wissen vermitteln. Das ist eine Aufgabe, die Rütten besonders freut. "Mich begeistert es sehr, dass die Mitglieder des Erfinderclubs in den Stadtbezirk gehen und in den Schulen und im Bürgerzentrum mit ihrem Wissen helfen." Dabei werden die Erfinder von Maria Chernova unterstützt, die ihnen als Dolmetscherin zur Seite steht. Ergebnis einer solchen Kooperation ist die Wippe für vier Kinder, die Wladimir Paraschin, Schüler der Lise-Meitner-Gesamtschule , mit den Erfindern in einem Workshop entwickelt hat. Die Wippe fördert in besonderem Maße das Gleichgewichtsvermögen der Kinder. Realisiert wurde sie bislang noch nicht, so wie die meisten der Erfindungen. Eine gute Chance, produziert zu werden, haben aber einige davon. Zum Beispiel der Eisschneider, den David Berman entwickelt hat. "Mein Eisschneider ist viel wirkungsvoller als ein herkömmlicher Eisbrecher", schildert er. Er schneidet eine Eisdicke von bis zu fünf Metern mit einer Geschwindigkeit von 18 Kilometern in der Stunde."



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