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Kommentar

Resultat eines klaren Konzepts

Erstellt 01.01.12, 19:28h, aktualisiert 02.01.12, 08:48h

Die Aufstieg des SC Fortuna in die Regionalliga kam überraschend. Trainer Uwe Koschinat übernahm am Anfang der Saison eine Mannschaft, die eigentlich nicht für diese Spielklasse konzipiert war. Philip Sagioglou blickt auf die Halbserie zurück.

Fortunas
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Fortunas Mitja Schäfer (v. links), Fabian Montabell und Michael Kessel (Bild: Dahmen)
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Fortunas Mitja Schäfer (v. links), Fabian Montabell und Michael Kessel (Bild: Dahmen)
Köln - Die Bundesliga macht es vor. Woche für Woche lässt sich in einigen Stadien beobachten, welch fein komponiertes Gebilde eine Fußballmannschaft sein kann. Kader werden gezielt zusammengestellt – auf verschiedensten Wegen. Während beispielsweise der 1. FC Köln von Lukas Podolskis Können lebt, profitiert Hannover 96 vom Kollektiv. Was auch immer den Erfolg einer Mannschaft ausmacht: Es ist in der Regel kein Zufall.

Uwe Koschinat hatte demnach nicht die besten Voraussetzungen. Als der 40-Jährige im Frühjahr seinen Vertrag bei Fortuna unterschrieb, drohte dem Klub ein weiteres Jahr in der NRW-Liga. Dann aber verzichtete Germania Windeck auf den Aufstieg, und Fortuna rückte nach – Koschinat übernahm eine Mannschaft, die nicht für die Regionalliga konzipiert war.

Es hätte also durchaus passieren können, dass Fortuna aufgrund eines für die höhere Spielklasse untauglichen Teams überfordert gewesen und untergangen wäre. Davon hätte sich der Traditionsverein langfristig nicht erholt. Das ohnehin schon geringe Interesse am Klub wäre stadtweit wohl am Nullpunkt angelangt.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Verpflichtung Uwe Koschinats als Glücksgriff erwiesen. Zum einen, weil der Trainer kurzfristig einige Leistungsträger vom Wechsel nach Köln überzeugen konnte. Zum anderen, weil Koschinat eine klare Idee von einer erfolgreichen Mannschaft hat. Der SC Fortuna Köln ist in diesem Jahr wahrlich kein Team, das regelmäßig mit technischen Feinheiten überzeugt. Stattdessen begeistert es durch Kampfgeist und Leidenschaft – Tugenden, die auch mit einem Kader umzusetzen sind, der gar nicht für diese Liga gemacht ist.

Fünfmal hat Fortuna es in der Hinrunde nicht geschafft, eine Führung in einen Sieg umzumünzen. Hätte das Team mehr Konsequenz bewiesen, wäre sogar der Anschluss zum Spitzenduo Lotte und Trier gegeben. Das aber wäre freilich ein Luxus für einen Aufsteiger, der vom Glück überrascht wurde. Stattdessen sind die Kölner Vierter. Das ist beachtlich, war so nicht abzusehen – und zeigt: Im letzten halben Jahr wurde in der Südstadt vieles richtig gemacht.



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