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PIP-Skandal

Deutsche Firma lieferte Silikon

Erstellt 03.01.12, 19:34h, aktualisiert 03.01.12, 19:35h

Das deutsche Unternehmen Brenntag hat dem Brustimplantate-Hersteller PIP Silikon geliefert. Das französische Unternehmen hatte seine Brust-Implantate mit Industrie-Silikon gefüllt statt mit einem medizinischen Kunststoff.

Brustimplantate
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Rund 30.000 Frauen sollen sich ihre Implantate wieder entfernen lassen. (Bild: dpa)
Brustimplantate
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Rund 30.000 Frauen sollen sich ihre Implantate wieder entfernen lassen. (Bild: dpa)
PARIS - Der deutsche Chemikalien-Händler Brenntag hat sich nach eigenen Angaben bei der Lieferung von Industrie-Silikon an den französischen Brustimplantate-Hersteller PIP korrekt verhalten. „In unseren Auftragsbestätigungen wurde klar darauf hingewiesen, dass die Produkte ausschließlich für industrielle Zwecke genutzt werden dürfen (inklusive Körperpflegeprodukte)“, erklärte Brenntag am Dienstag.

Das französische Unternehmen Poly Implant Prothese (PIP) hatte seine Brust-Implantate mit Industrie-Silikon gefüllt statt mit einem medizinischen Kunststoff. Bei zahlreichen Kissen sind inzwischen Risse aufgetreten - das Silikon soll sich in den Körpern der betroffenen Frauen verteilt haben. Kritikern zufolge könnte der Stoff krebserregend sein. Weltweit sollen bis zu 300.000 Frauen PIP-Implantate erhalten haben.

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Nach Angaben von Brenntag erhielten Kunden sämtliche notwendigen Sicherheitsdatenblätter sowie technische Informationen. Anfragen von französischen Behörden seien zudem im April 2010 vollständig beantwortet worden. Seitdem habe das Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr keine Nachfragen mehr erhalten. Brenntag werde den Behörden weiterhin alle nötigen Informationen geben.

Frankreich hat rund 30.000 Patientinnen aufgefordert, sich die Implantate wieder herausoperieren zu lassen. Deutschland, Großbritannien und Brasilien haben betroffene Frauen aufgefordert, einen Arzt aufzusuchen.

Brenntag ist der weltgrößte Chemikalienhändler. Der Konzern erwirbt große Mengen an Chemikalien und verkauft sie in bedarfsgerechten Größen weiter. In Europa und in Lateinamerika ist der Konzern Markführer. (rtr)



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