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Linie 142

„Die Lösung ist nicht akzeptabel“

Von Philipp Haaser, 12.01.12, 13:49h

Busse, die Haltestellen blockieren, Lieferverkehr, Wagen der Müllabfuhr und in zweiter Reihe geparkte Pkw - zusammen mit dem Berufsverkehr ist das Chaos auf der Bonner Straße komplett. Bürger sammeln jetzt Unterschriften gegen Geruchs- und Lärmbelästigung.

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In der Bonner Straße ist es zu Stoßzeiten oft zu eng, seit die Busfahrer der Linie 142 dort auch ihre Ruhepausen verbringen. (Bild: Monika Rainer)
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In der Bonner Straße ist es zu Stoßzeiten oft zu eng, seit die Busfahrer der Linie 142 dort auch ihre Ruhepausen verbringen. (Bild: Monika Rainer)
Innenstadt - „Was brummt denn da andauernd?“, hatte sich Monika Rainer im Dezember öfter zur Abendbrotzeit gefragt. Bis sie einmal forschend aus dem Fenster ihrer Wohnung im zweiten Stock auf die Bonner Straße schaute. „Und dann haben wir gemerkt: Die parken da“, stellt sie fest und meint die Busse der Linie 142. An der Haltestelle vor ihrem Haus in der Nähe des Chlodwigplatzes halten seit dem 11. Dezember nämlich auch die Busse der „Uni-Linie“, die so gut angenommen wird, dass über eine Verdichtung ihres Taktes nachgedacht wird.

Für die Fahrer, die von Nippes über Ehrenfeld neuerdings bis zum Chlodwigplatz fahren, ist diese Haltestelle zugleich die Endhaltestelle, an der sie ihre Pause verbringen – oft bei laufendem Motor. Im Comic-Laden direkt neben der Haltestelle landet seit einigen Wochen mehr Ruß auf den Auslagen, deutlich sichtbar beim Putzen, so die Angestellten.

Anwohner und Geschäftsleute der Bonner Straße sind verärgert, nicht nur wegen der zusätzlichen Geruchs- und Lärmbelästigung. Ein geparkter Gelenkbus sowie weitere, die Haltestelle teilweise gleichzeitig anfahrende Busse der Linien 132, 133 und 106 blockierten die Straße mitunter vollständig. Morgendlicher Liefer-, abendlicher Berufsverkehr, Wagen der Müllabfuhr und in zweiter Reihe geparkte Pkw machten „das Chaos dann komplett“, heißt es in einem von Rainer verfassten Flugblatt, das mehrere Ladenbesitzer in ihren Geschäften auslegten. Bis jetzt haben sich 179 Unterzeichner ihrer Forderung angeschlossen, die Fahrer sollten mit ihren Bussen die Ruhepausen woanders verbringen.

„Für Fahrradfahrer ist es lebensgefährlich zwischen den auf der Fahrbahn aussteigenden Fahrgästen, hupenden Autos und ausscherenden Bussen“, sorgt sich Rainer auch um die Sicherheit. Auf ihre Beschwerde bei der KVB habe sie nur eine knappe E-Mail zur Antwort erhalten. Dort heißt es, die in zweiter Reihe parkenden Autos seien das Problem.

Die KVB sieht das Problem im Lieferverkehr

Bei den Planungen seien die Abmessungen der Haltestelle erörtert worden, sagt KVB-Sprecher Stephan Anemüller. „Wenn vier Busse gleichzeitig an der Haltestelle sind, drängt es sich sicherlich etwas“, sagt er. „Wir haben aber gesagt, dass der 142er dort halten soll, wo die anderen Busse auch halten, damit sich die Fahrgäste beim Umsteigen am Chlodwigplatz gut zurecht finden.“

Das Problem sieht man bei der KVB vor allem im Lieferverkehr für den Supermarkt neben der Haltestelle. Man beobachte die Situation und werde gegebenenfalls anregen, eine zusätzliche Fläche für die Lieferanten auszuweisen, oder eben die Haltestelle vergrößern. Andreas Hupke (Die Grünen), Bürgermeister des Bezirks Innenstadt, ermutigte Monika Rainer, mit den Unterschriften eine Eingabe für die Bezirksvertretung zu machen.

Er betont, dass Anwohner, Geschäftsleute und Verwaltung bei der Neugestaltung der Bonner Straße damals „hart aber konstruktiv“ mit der KVB um eine für alle Seiten annehmbare Lösung gerungen hätten. „Die Haltestelle war für zwei Busse konzipiert. Da kann man doch jetzt nicht einfach so reinsäbeln“, macht er seinem Ärger Luft. Die Verlängerung der Linie 142 sei zwar von der Bezirksvertretung Innenstadt gewollt, diese Lösung aber so nicht akzeptabel.

Zur Klärung des Konfliktes fordert Hupke einen Ortstermin der Bezirksvertretung mit den beteiligten Ämtern, Anwohnern und Geschäftsleuten sowie der KVB. Dieser könnte schon in der Februar-Sitzung des Stadtteilparlamentes beschlossen werden. Vieles werde vielleicht erst dann klar, „wenn man da mal steht“, vermutet er.



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