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FDP

Liberaler Klartext zum Dreikönigstreffen

Von Johannes Schmitz, 10.01.12, 09:44h

Beim Dreikönigstreffen der FDP in Haus Menden sprach Stefanie Jung von der FDP Sankt Augustin Klartext, der ehemalige Generalsekretär Christian Lindner kam als Gastredner und der Kreisvorsitzende Gerhard Papke kündigte seinen Rückzug an.

Dreikönigstreffen der FDP
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Klaus Kinkel (sitzend) und Christian Lindner (stehend) waren zu Gast beim Dreikönigstreffen der FDP Rhein-Sieg in Menden. (Bild: js)
Dreikönigstreffen der FDP
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Klaus Kinkel (sitzend) und Christian Lindner (stehend) waren zu Gast beim Dreikönigstreffen der FDP Rhein-Sieg in Menden. (Bild: js)
Sankt Augustin - „Es muss Schluss sein mit dem organisierten Selbstmord.“ Stefanie Jung von der FDP Sankt Augustin sprach als Gastgeberin des Dreikönigstreffens in Haus Menden Klartext. Wie sich ihre Partei in Berlin präsentiere, schade der Arbeit an der Basis. Und auch die Art, wie der frühere Vorsitzende Guido Westerwelle in den eigenen Reihen diskreditiert werde, prangerte sie an. Die Basis habe von seiner Arbeit profitiert.

Rund 200 Liberale füllten das Haus Menden bis hinauf zur Bühne. Dass es so viele waren, wertete der Kreisvorsitzende Gerhard Papke als „klares Zeichen der FDP Rhein-Sieg“. Die Partei besitze „Geschlossenheit und Gestaltungswillen“. Auch Papke formulierte Selbstkritik: „In der FDP wird sich in den kommenden Monaten einiges ändern müssen“. Was die Liberalen in der Bundesregierung leisteten, müsse endlich deutlich sichtbar werden. Papke kündigte an, nach neun Jahren als Kreisvorsitzender sein Amt beim nächsten Parteitag abzugeben.

Als Gastredner hatten die Liberalen den früheren Generalsekretär der Bundespartei, Christian Lindner, eingeladen. Dieses Amt hat er mittlerweile aufgegeben, gekommen ist er, einen Tag nach seinem 33. Geburtstag, dennoch. Und er erwies sich als hervorragender Rhetoriker: „Freiheit statt Angst“ gab er als Motto aus. Er sprach sich für mehr Eigenverantwortung, gegen Mindestlöhne, für eine konsequente Wachstumspolitik und gegen zu viel Staat aus. In der Summe sei die FDP die einzige Partei, dieMenschen aus ihren Ängsten befreien könne.

Wirtschaftspolitik als Therapie gegen die „German Angst“ – seine Parteifreunde in Sankt Augustin, darunter der frühere Bundesaußenminister Klaus Kinkel, spendeten Beifall. Auch da, wo Lindner vor allem SPD und Grüne als Parteien charakterisierte, die mit den Ängsten der Menschen ihr politisches Geschäft betrieben. Die Bildungspolitik der Landesregierung verglich Lindner mit einer „rektalen Zahnbehandlung“. Ziel sei die Abschaffung des Gymnasiums, unterstellte er der Regierung von Hannelore Kraft.



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