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Hospiz

Begleitung auf einem schweren Weg

Von Roland Schriefer, 16.01.12, 09:56h

Viele Menschen könnten bis zu ihrem Tod in vertrauter Umgebung leben. Allerdings brauchen sie eine gute Begleitung, die nicht immer durch Familienangehörige gewährleistet ist. Ehrenamtliche Hospiz-Mitarbeiter stehen Sterbenden, Angehörigen und Trauernden zur Seite.

Hospiz Ehrenamt Urbach1 2012
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Das Caritas-Hospiz in Urbach bietet stationäre und ambulante Sterbebegleitung an. (Bilder: Schriefer)
Hospiz Ehrenamt Urbach1 2012
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Das Caritas-Hospiz in Urbach bietet stationäre und ambulante Sterbebegleitung an. (Bilder: Schriefer)
Hospiz Ehrenamt Wagner 2012
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Koordinatorin Annette Wagner (Bild: Schriefer)
Hospiz Ehrenamt Wagner 2012
Urbach - Eine ebenso sensible wie professionelle Begleitung von Sterbenden bietet unter anderem der Förderverein Hospiz Köln-Porz an. Seine rund 33 geschulten und gut auf die anspruchsvolle Hilfestellung vorbereiteten Ehrenamtler können bei Bedarf helfen, Sterbenden den Übergang zu erleichtern und Familienangehörigen und Freunden bei der Trauerbewältigung zur Seite zu stehen. Darüber hinaus bietet das Hospiz in seinem Haus am Leuschhof auch etliche Plätze für eine stationäre Sterbebegleitung an.

Die Koordination zwischen Förderverein und Hospiz, zwischen ambulanter und stationärer Sterbebegleitung, war bis jetzt die Aufgabe von Katrin Völlings. Sie schied aber aus eigenem Wunsch Ende des vergangenen Jahres nach 17 Jahren aus dem Hospiz aus. Ihre Nachfolgerin ist Annette Wagner, die viel Erfahrung in der Hospizarbeit mitbringt. Sie hat zuletzt mehr als zehn Jahre als Hospizschwester im stationären Haus "Zuversicht" in Bielefeld-Bethel gearbeitet und dort das Palliativnetz Bielefeld mit aufgebaut. Ihre Erfahrungen kann sie nun gut in Porz einbringen, denn im Rechtsrheinischen wird gemeinsam mit der Klinik Merheim und der Caritas-Sozialstation in Urbach auch gerade ein Palliativnetz aufgebaut. "Das Netz koordiniert die verschiedenen Aufgaben der Palliativ-Versorgung und hilft Ärzten, Apothekern, Sterbebegleitern und Angehörigen", erklärt Wagner.

Hilfe auch für Hinterbliebene

Doch der Förderverein steht nicht nur den Sterbenden zur Seite, sondern auch den Hinterbliebenen. Dazu macht er eine ganze Reihe von Angeboten, von der Einzelbegleitung über Gesprächskreise, Spaziergänge und Ausflüge, Frühstück für Trauernde und Trauerseminare. "Es ist außerordentlich hilfreich, wenn Hinterbliebene erfahren, dass sie nicht die einzigen sind, die den Verlust eines geliebten Menschen nur schlecht verkraften", sagt Anne Streck, eine der Ehrenamtlerinnen des Fördervereins. Weil das Trauer-Angebot von vielen Menschen angenommen wird, wurde zusätzlich zu den Gesprächskreisen für Trauernde am Nachmittag ein weiterer am Abend eingeführt. Jeden ersten Dienstag im Monat von 19 bis 20.30 Uhr lässt sich hier die Erfahrung machen, dass Trauernde nicht alleine sind.

Schon der Heilige Augustin wusste, dass sich beim Spazierengehen Probleme lösen (solvitur ambulando - beim Gehen wird es gelöst). Das hat der Förderverein aufgegriffen und bietet jeweils am letzten Sonntag im Monat begleitete Spaziergänge und Ausflüge für Trauernde an. In diesem Jahr ist das Hilfsangebot des Fördervereins auch noch um ein kostenloses Frühstück im Gemeindesaal der katholischen Kirchengemeinde St. Mariae Geburt in Zündorf erweitert worden. Der Tisch ist dort für Trauernde jeden dritten Samstag im Monat von 10 bis 11.30 Uhr gedeckt.

Informationen und Angebote

Fragen über die Begleitung durch den ambulanten Hospizdienst, die Aufnahme im stationären Caritas-Hospiz, die palliative Versorgung und die ehrenamtliche Mitarbeit sowie über Spenden und die Mitgliedschaft im Förderverein werden jeden dritten Mittwoch im Monat in der Zeit von 15 bis 16.30 beantwortet. Dafür stehen leitende Mitarbeiter sowohl des Hospizes als auch des Fördervereins zur Verfügung.

Der nächste begleitete Trauerspaziergang startet am 29. Januar um 9.30 Uhr an der Haltestelle Porz-Markt der Linie 54. Die Teilnahme ist kostenlos, Fahrtkosten und Verzehr sind selbst zu tragen.



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