Von Philip Sagioglou, 12.01.12, 15:58h, aktualisiert 12.01.12, 18:01h
Da war aber schon klar, dass nur noch letzte obligatorische Details geklärt werden müssen, bis die Verträge mit den beiden Akteuren abgeschlossen werden, die bereits in höheren Ligen Erfahrung gesammelt haben. Beide nehmen schon seit einigen Wochen am Training der Fortuna teil.
Lejan gab am 11. April 2004 gegen Hannover 96 sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln, als er vom damaligen Trainer Marcel Koller für Albert Streit eingewechselt wurde. Ein weiterer Einsatz kam hinzu, dann verletzte sich der 28-Jährige schwer. Im Sommer 2005 verließ er den FC. Über den Wuppertaler SV und den VfL Osnabrück wird er mit großer Erfahrung aus der Zweiten und Dritten Liga nach Köln zurückkehren. „Er ist ein sehr durchschlagskräftiger Spieler, der uns auf der linken Außenbahn enorm verstärken würde“, sagt Koschinat über den aktuell vereinslosen Lejan. „Zuletzt hat er sich nur fit gehalten. Außerdem wohnt er in Köln. Spieler von seiner Qualität würden wir sonst wohl nicht bekommen.“
Gleiches gilt für Christian Pospischil, der ebenfalls über Erfahrung im Profibereich verfügt und unter anderem für Kickers Offenbach und zuletzt für die TuS Koblenz spielte. Dort hat er bereits mit Koschinat zusammengearbeitet, verließ den Verein aber nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga und war seitdem ebenfalls vereinslos. „Er ist sehr kreativ und hat viel Erfahrung auf hohem Niveau“, lobt Koschinat. „Er ist zudem taktisch sehr gut geschult.“ In den Augen des Fußball-Lehrers wäre die vereinslose Zeit beider Spieler nur „für die kurzfristige Wettkampfpraxis ein Problem – langfristig wäre die Perspektive aber sehr gut.“ Deshalb würden Lejan und Pospischil auch „über den 30. Juni hinaus“ verpflichtet.
Das wäre wohl auch bei Massimo Canizzarro der Fall. Der dritte Trainingsgast hält sich nach einem Achillessehnenriss und einem Jahr ohne Spiel- oder Trainingspraxis derzeit bei den Kölnern fit und könnte sich wohl auch ein Engagement in der Südstadt vorstellen. „Er hat eine große Verbindung zur Stadt, da seine Wurzeln hier liegen“, sagt Koschinat über den 30-jährigen Stürmer, der seine Karriere bei Fortuna begann, anschließend zum 1. FC Köln wechselte und später in der Dritten Liga unter anderem für Erfurt, Kiel und Koblenz spielte. Eine Verpflichtung Canizzarros sei aber „nur Spekulation“, sagt Koschinat – ergänzt jedoch: „Natürlich trainiert bei uns keiner mit, den ich uninteressant finde.“
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige