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Zuschuss

Kölner Uni erhält den dicksten Brocken

Von Günther M. Wiedemann, 13.01.12, 09:47h, aktualisiert 14.01.12, 00:28h

Geldsegen für die Kölner Universität: Die Hochschule bekommt dieses Jahr 268,5 Millionen Euro aus der Landeskasse - 40 Millionen mehr als 2010. Grund sind die gestiegenen Studentenzahlen und umfangreiche Sanierungen.

Kölner Uni
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Ein Luftbild der Kölner Uni aus der Zeit vor den aktuellen Bauarbeiten. (Bild: Worring)
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Ein Luftbild der Kölner Uni aus der Zeit vor den aktuellen Bauarbeiten. (Bild: Worring)
Köln - DÜSSELDORF - Die Kölner Universität bekommt in diesem Jahr 268,5 Millionen Euro als Grundfinanzierung aus der Landeskasse. Das sieht der Etatentwurf so vor, wie der Kölner Landtagsabgeordnete Arndt Klocke (Grüne) dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte. Gegenüber dem letzten Jahr sind das 6,5 Prozent (16,2 Millionen Euro) mehr. Der Grünen-Politiker stellt fest, nun sei die Grundfinanzierung um knapp 40 Millionen Euro höher als im Jahr 2010.

Klocke – Vorsitzender des Wissenschaftsausschusses im Landtag – weist darauf hin, dass die Kölner Universität in diesem Jahr den größten Mittelzuwachs aller Hochschulen habe. Alles in allem erhöht die rot-grüne Minderheitsregierung diesen Posten 2012 um 300 Millionen Euro.

Der größte Brocken

Köln bekomme davon wegen der hohen Zahl an Studierenden und des enormen Sanierungs- und Ausbaubedarfs den größten Brocken. Die Zahlen – so Klocke – widerlegten den Vorwurf der CDU-Opposition, die Abschaffung der Studiengebühren stelle Hochschulen finanziell schlechter.

Der CDU-Hochschulexperte Michael Brinkmeier hatte kürzlich erklärt, zwar zahle das Land einen Ausgleich für die weggefallenden Gebühren, doch der sei für manche Hochschulen geringer als die Gebühren selbst. Bei der Kölner Uni betrage die Differenz 6,3 Millionen Euro. Den 37 staatlichen Hochschulen in NRW entgingen 32 Millionen Euro.

Klocke kontert, dafür sei die Grundfinanzierung höher. Außerdem müsse man davon ausgehen, dass Köln als größte Hochschule des Landes wegen steigender Studentenzahlen 2012 mehr als die geplanten 22,3 Millionen Euro an Ausgleichszahlung bekommen werde. Nach den Berechnungen Brinkmeiers erhält die Fachhochschule Köln 3,5 Millionen Euro weniger vom Land, als sie aus den Studiengebühren einnehmen würde.

Die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg muss ein Minus von 675 000 Euro und die Universität Bonn von 4,2 Millionen Euro verkraften. Nutznießer der neuen Regelung ist u. a. die Universität in Münster. Sie erhält rund 5,4 Millionen Euro mehr. Der Grund: Sie hatte nur eine Studiengebührt von 270 Euro und nicht den Höchstsatz von 500 Euro verlangt.

Bei den Ausgleichszahlungen des Landes wird das jedoch nicht berücksichtigt.



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