Von Helmut Frangenberg, 25.01.12, 11:14h, aktualisiert 25.01.12, 11:23h
Die Schüler werden aufgefordert, selbst Regeln aufzustellen, die man braucht, wenn man in kürzester Zeit möglichst viel erreichen will. „Keine Beleidigungen, keine Gewalt“, sagt ein 13-Jähriger. Melissa fordert, dass man alle ausreden lassen muss. Zehn Minuten später kassiert sie die erste Verwarnung, weil sie gegen die selbst aufgestellten Regeln verstoßen hat. Wer dreimal erwischt wird, fliegt raus. So habe sich der Kreis der Teilnehmer beim gleichen Projekt in Berlin um 50 bis 60 Schüler reduziert, berichtet Smolka.
25 Betreuer, Trainer und Künstler sind mit einem großen roten Doppeldeckerbus aus Hamburg angereist. Das Gesicht von „Crossover@school“ ist der deutsche Rapper und Musiker Samy Deluxe, der alles dafür tut, hier nicht im Mittelpunkt zu stehen. Ein kurzer Begrüßungsrap muss aber sein: „Viel Spaß bei diesem Workshop“, textet der erfolgreiche Künstler. Vor fünf Jahren hat er den Verein gegründet, der nun mit diesem Schulworkshop durch die Republik reist.
Die Stiftung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC, die das Projekt zusammen mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ präsentiert, unterstützt seine Arbeit in Köln mit 30 000 Euro. Das Geld ist das eine, „ohne das Engagement der Leute würde es aber nicht funktionieren“, sagt Samy Deluxe über seine Trainer-Mannschaft, die nun mit den Kölner Schülern arbeiten wird. Das Ziel sei eine „richtig fette Show“.
Samy Deluxe und ein paar Trainer geben ein paar kleine Kostproben ihres Könnens. Die Schüler toben. Hinnerk Smolka verspricht ihnen, dass das, was sie am Donnerstagabend vor rund 1000 Verwandten und Freunden im Mülheimer Dock.One aufführen werden, „500 mal besser aussehen wird“. Damit das gelingt, müsse man nicht nur Regeln befolgen, sondern auch lernen, sich selbst zu feiern. „Wenn euch das nicht gelingt, wird es auch keine Feier für die Zuschauer.“ Die Turnhalle sitze voller Talente, sind sich die Macher sicher.
Allerdings wisse längst nicht jeder Schüler, dass auch er damit gemeint sei. Mit ihnen werde man „etwas auf die Bühne bringen, was sie sich vorher nicht zugetraut hätten“, sagt Samy Deluxe. Außerdem gehe es darum, Gemeinsames zu entdecken. „Die Jugendlichen lernen sonst viel über Unterschiede. Hier sollen soziale oder familiäre Herkunft keine Rolle spielen.“
Dass sich während der drei Tage nun Gesamtschüler und Gymnasiasten aus unterschiedlichen Stadtteilen begegnen können, sorgt für zusätzlichen Reiz. Der Name „Crossover“ sei wie in der Musik Programm: Alles Mögliche kann sich vermischen und zueinanderfinden, damit Neues entsteht. Dafür wird nun bis Donnerstagabend in mehreren Arbeitsgruppen trainiert, getextet, geübt, gewerkelt, gefilmt und geprobt. Von dem Ergebnis sollen die Schüler weit über die Abschlussshow hinaus profitieren können.
Übrigens:
25.01.2012 | 14.21 Uhr | geromarkus_1691
geht es in dem Artikel nicht um Samy Deluxe und nicht um Bushido?
Lehrer Bushido fehlt noch
25.01.2012 | 12.41 Uhr | bestof
jetzt fehlt nur noch Bushido, der den Kids noch erklärt wie man seine Kohle am besten bei seinen libanesischen Mafiafreunden investiert, damit diese…
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