Erstellt 24.01.12, 20:33h, aktualisiert 25.02.12, 10:10h
Der Nivea-Hersteller Beiersdorf wollte sich nicht dazu äußern, ob er Schlecker weiter beliefert. Zu Geschäftspartnern äußere man sich nicht, teilte der Konzern der Nachrichtenagentur Reuters mit.
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Wulf Klüppelholz, Sprecher des Konsumgüterkonzerns Henkel, verwies einem Bericht von Spiegel Online zufolge lediglich darauf, dass Forderungen aus der Zeit vor dem Insolvenzantrag versichert seien. „Finanziell würde uns ein Zahlungsausfall von Schlecker nicht betreffen“, sagte Klüppelholz. Henkel beobachte die Lage und werde dann entscheiden, ob die Drogeriekette noch mit Shampoo und Waschmittel beliefert wird. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz nahm am Dienstag Gespräche mit den Lieferanten auf, um den Betrieb am Laufen zu halten. „Ich bin zuversichtlich, dass die uneingeschränkte Betriebsfortführung kurzfristig sichergestellt werden kann“, sagte er.
Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte auf Anfrage, es habe die Meldungen zur Beantragung einer Planinsolvenz mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Das Ministerium äußerte zwar für die Sorgen der Mitarbeiter Verständnis. Es sei nun aber Sache des Gerichts, zusammen mit den Hauptakteuren die Möglichkeiten einer Sanierung des Unternehmens zu prüfen. „In diesen Prozess kann und wird sich die Bundesregierung nicht einmischen“, erklärte das Ministerium von Ressortchef Philipp Rösler.
Verdi sieht Hoffnung für Beschäftigte
Mit einem Planinsolvenzverfahren soll versucht werden, einen Großteil der gut 7000 verbliebenen Schlecker-Filialen mit rund 30.000 Arbeitsplätzen im Lande zu retten.
Die Gewerkschaft Verdi sieht inzwischen einen Hoffnungsschimmer für die Mitarbeiter. Sie pocht aber auf die Einhaltung der geltenden Tarifverträge. Die Ankündigung von Insolvenzverwalter Geiwitz, er, die Eigentümerfamilie und das Management sähen sich „auch im Rahmen des Insolvenzverfahrens den tarifvertraglichen Regelungen verpflichtet“, sei ein Signal an die Beschäftigten, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Sie deute darauf hin, dass sich Schlecker der Verantwortung für die Mitarbeiter bewusst sei. (rtr)
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Ach was!
25.01.2012 | 16.59 Uhr | groeni
würde Loriot erstaunt sagen. Schlecker ist sich der Verantwortung für die Mitarbeiter bewußt? Das halte ich für ein Gerücht. Aber etwas Gutes könnte…
Ach neee
25.01.2012 | 07.23 Uhr | rayox
Schlecker sieht sich in der Verantwortung für die Mitarbeiter? So wurden die aber nie behandelt, eher wie der letzte Dreck.
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