Von Clemens Schminke, 26.01.12, 20:56h, aktualisiert 26.01.12, 21:07h
So sieht es die Planung für die „Cologne Airship Games“ vor, die in diesem Jahr stattfinden sollen, wenn sich die Finanzierung sichern lässt. Der Zeppelin-Wettbewerb ist eine der Veranstaltungen, die das neue Quartier zwischen Schokoladenmuseum und Kap am Südkai aufwerten sollen. „Der Rheinauhafen wird zu einer riesigen Bühne, die sowohl Kölner als auch auswärtige Besucher nicht nur durch ihre Architektur und Lage, sondern auch durch ihre außergewöhnlichen Angebote anziehen wird“, sagte Jörg Krauthäuser, Geschäftsführer der Agentur „facts and fiction“, am Donnerstag bei der Vorstellung des Konzepts.
„Mir gefällt der Rheinauhafen gut, aber er ist etwas tot“
Auftraggeber ist die Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft (RVG), die Mitte 2011 im Zusammenspiel mit den Investoren und Eigentümern des Viertels den Beschluss fasste, dessen „Bespielung“ in professionelle Hände zu legen. „Uns war es wichtig, bereits vor der endgültigen Fertigstellung des Hafens die Weichen für seine zukünftige Entwicklung zu stellen“, so RVG-Geschäftsführer Herbert Blatzheim. Ziel ist es, das Quartier auf Dauer zu beleben – damit sich nicht der Eindruck festsetzt, den ein Kölner bei einer Umfrage so formulierte: „Mir gefällt der Rheinauhafen total klasse, aber er ist etwas tot.“
Das Konzept integriert bereits etablierte Veranstaltungen, die erweitert werden sollen. So plant die Agentur zusammen mit den Machern von „Rund um Köln“ ein „Radsportfest am Rhein“, und mit den Organisatoren von „Rheinlesen“ und „Theaterbummel“ arbeitet sie daran, beide Veranstaltungen zu verbinden; Abschluss ist eine Theateraufführung auf einer schwimmenden Bühne. Zu den neuen Formaten gehört ein Konzert der Band „E rdmöbel“. Die Musiker werden auf einem der Kranhäuser spielen, und übertragen wird das Ereignis auf Großleinwände. Zur Fußball-Europameisterschaft lädt das Viertel zum „Private Viewing“ ein: Auf dem Gelände werden Parzellen eingerichtet, die mit Wohnwagen, Rollrasen, Gartenzaun, Picknick-Möbeln und Fernsehgerät ausgestattet sind. Die Nutzung wird verlost, und die Gewinner können mit Freunden und Bekannten die EM-Spiele im kleinen Kreis verfolgen. Zum „Internationalen Kölner Rheinspringen“ Ende Juni treten Athleten im Weit- und Stabhochsprung an. International ist auch das 5. Maracatu-Treffen, das im Juli nach dreitägiger Dauer mit einer Trommler- und Tänzer-Parade durch den Hafen zu Ende geht.
Mit der RVG plant „facts and fiction“ den Bau einer festinstallierten Bühne, die für Konzerte, Aufführungen und das Sommerkino genutzt werden kann. Ebenfalls vorgesehen sind einheitliche Stand- und Präsentationsmodule, die zum Beispiel von Markt-Veranstaltern gemietet werden können. Ein fester Prozentsatz aus der Vermietung der Flächen soll in soziale Projekte fließen, Krauthäuser dazu: „Wenn wir ein richtiges Kölner Veedel sein wollen, müssen wir uns auch um gesellschaftliche Belange kümmern.“
Hintergrund: facts and fiction
Turnier: Beachvolleyball im Rheinauhafen
Restaurant-Kritik: Schlemmen im Rheinauhafen
Sportstätten GmbH: Stabhochsprung im Rheinauhafen
Kein köllner Veedel!
30.01.2012 | 08.07 Uhr | Heinz Wilh Schaefer
Der Rheinauhafen und die Kranhäuser sind kein Köllner Veedel. Hier wohnen nahezu nur Imis. Die Siedlung ist nicht gewachsen. Hier ist ein…
Gewachsene Viertel
28.01.2012 | 13.27 Uhr | herold
brauchen keine events, wo normale Menschen wohnen, lebt das Quartier.
Komisch: hochbezahlte Archtitekten haben sich keine Gedanken darüber…
Trauerfeier im Galgenhaus
27.01.2012 | 13.32 Uhr | IronCore
Bitte nicht noch mehr bescheuerte Veranstaltungen. Es reicht schon wenn für die alljährlichen Läufe, Wettrennen, Umzüge und Partys die halbe Stadt…
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