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Langenfeld

Vater tötete offenbar seine Familie

Von Michael Richmann, 27.01.12, 14:05h, aktualisiert 30.01.12, 13:50h

Bei einen Wohnungsbrand in Langenfeld-Reusrath an der Opladener Straße ist am Freitag eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen. Die Polizei verdächtigt den Vater, sich und seine Familie durch das Feuer getötet zu haben.

Brand in Langenfeld
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Rettungskräfte stehen vor dem Haus in Langenfeld, in dem am Freitag zwei Erwachssne und zwei Kinder ums Leben kamen. (Bild: dpa)
Brand in Langenfeld
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Rettungskräfte stehen vor dem Haus in Langenfeld, in dem am Freitag zwei Erwachssne und zwei Kinder ums Leben kamen. (Bild: dpa)
Langenfeld - Eine zerbrochene Fensterscheibe und zwei Polizisten, die allen Unbefugten den Zutritt verweigerten, waren in den frühen Mittagsstunden die einzigen deutlich sichtbaren Spuren des Brandes, der am Freitagmorgen in einem Mehrfamilienhaus an der Opladener Straße schwelte: Um 6.50 Uhr erreichte der Notruf die Feuerwehr, nachdem Nachbarn der beißende Geruch aufgefallen war. Das Feuer im zweiten Obergeschoss war schnell gelöscht, doch entdeckten die Feuerwehrleute die Leichen von vier Personen. Die Toten sind zwar noch nicht identifiziert, doch spricht alles dafür, dass es sich bei den Personen – zwei Erwachsene und zwei Kinder – um die dort gemeldete Familie handelte. Die Polizei geht davon aus, dass der 34-jährige Familienvater seine 33-Jahre alte Frau, seinen fünfjährigen Sohn, seine neun Monate alte Tochter und sich selbst umgebracht hat. Ob sie aber durch das Feuer starben oder bereits tot waren, als der Brand gelegt wurde, konnte die Polizei noch nicht sagen – eine Mordkommission der Düsseldorfer Polizei ermittelt. Abschiedsbrief im Internet

Wie Frank Sobotta, Pressesprecher der Polizei Mettmann, berichtete, hat sich ein Bekannter der Familie als Zeuge gemeldet. Dieser übergab der Polizei den Autoschlüssel des Toten, den er am Morgen in seinem Briefkasten gefunden hatte – zusammen mit dem Hinweis, dass in dem Auto „nähere Informationen“ zu finden seien. In dem Fahrzeug habe die Polizei jedoch lediglich ein paar Umzugskartons gefunden. Genauere Hinweise auf den Tathergang oder das Motiv haben die Ermittler dadurch noch nicht gewinnen können. Allerdings sei auf der Internetseite des Familienvaters ein Abschiedsbrief aufgetaucht – in einer Pressemitteilung teilte die Polizei mit, dass die dort gemachten Angaben die bisherigen Ermittlungs- und Obduktionsergebnisse bestätigen und somit ihren Verdacht erhärten. Für diese Version spricht auch, dass in dieser Wohnung im Oktober 2011 schon einmal ein Feuer schwelte. Damals sei die Mutter von ihrer schreienden Tochter geweckt worden und konnte sich und die Kinder auf dem Balkon in Sicherheit bringen. Ein Zeuge berichtete, dass der Familienvater anschließend erzählte, dass so etwas nicht noch einmal passieren könne, da nun überall Rauchmelder installiert worden seien.



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