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Auftritt

Per Schnellkurs zum Bühnenstar

Von Dirk Risse, 27.01.12, 20:34h

Das von Rapper Samy Deluxe unterstütze Projekt crossover@school hat am Kölner Rheingymnasium und der Gesamtschule Holweide eine Projektwoche initiiert. Insgesamt 300 Schüler konnten in den kreativen Workshops ihr Können erproben.

(Bild: Grönert)
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Nach nur drei Tagen Proben klappt die Aufführung der Tanzgruppe schin prima. (Bild: Grönert)
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Nach nur drei Tagen Proben klappt die Aufführung der Tanzgruppe schin prima. (Bild: Grönert)
Köln - Keine Spur von Lampenfieber. Sarah Dalwigk ist mit 14 Jahren schon fast ein Bühnenprofi. Denn seit knapp anderthalb Jahren ist sie kleine und große Auftritte bei ihrem Heimatverein Swinging Fanfars Blau-Weiß Köln in Höhenhaus gewohnt. Ganz anders die zwei Dutzend weiteren Mädchen auf der Bühne des Dock One in Mülheim: Schüchtern blickten sie vor ihrem Chorauftritt ins Publikum, um dann aber um so lauter Rihannas „We Found Love“ zu schmettern. Am Bühnenrand wippt Workshop-Leiterin Hanife Sylejmani im Takt mit, gestikuliert und nickt schließlich zufrieden, als die Mädchen des Rheingymnasiums und der Gesamtschule Holweide ihren Auftritt mehr als passabel über die Bühne gebracht haben.

„Das ist ganz erstaunlich“, sagt anschließend auch Projektleiterin Johanna von Dohnanyi. „Die konnten vor drei Tagen noch gar nichts.“ Drei Tage, die das Leben der Mädchen und Jungen völlig verändert haben. In den Workshops des Projektes crossover@school lernten 300 Kinder und Jugendliche singen, tanzen, rappen, Beat-Box-Techniken sowie Filme zu gestalten und Graffiti zu sprühen. Von Dohnanyi hatte das Projekt mit dem Rapper Samy Deluxe im Jahr 2007 in Hamburg gegründet und tourt damit seitdem durch Deutschland. Die Kosten von 30 000 Euro übernimmt die Stiftung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers.

Dohnanyi: "Die konnten vor drei Tagen noch gar nichts"

In den Kursen lernten die Jugendlichen aber nicht nur, zu Rhythmen mit dem Basketball zu tanzen, sondern auch Achtung vor sich selbst und Respekt vor anderen Jugendlichen zu haben. Außerdem widmet sich das Projekt dem Kampf gegen Mobbing, Gewalt und Rassismus. Teil des Konzeptes ist es daher, dass zu den Kursen jeweils zwei Schulen aus verschiedenen Stadtteilen eingeladen werden. So sollen sich beispielsweise Kinder von Gymnasien und Gesamtschulen kennenlernen. Ein gutes Dutzend Kölner Schulen hatte sich beworben, letztlich überzeugte die Jury die Kandidatur von Rheingymnasium und Gesamtschule Holweide.



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