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Pro-Köln-Demo

Polizei erwartet 1000 Demo-Gegner

Von Claudia Hauser, 27.01.12, 21:38h, aktualisiert 28.01.12, 08:22h

Pro-Köln ruft diesen Samstag zur Demonstration. Neben 150 Anhängern des rechten Bündnisses werden ein Großaufgebot an Polizei nebst 1000 Gegendemonstranten dem Aufruf folgen und über den Kölner Stadtteil Kalk den Ausnahmezustand verhängen.

Demo gegen Pro Köln
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Wo Pro Köln agiert, ist die Widerstand nicht weit. (Archivbild: dpa)
Demo gegen Pro Köln
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Wo Pro Köln agiert, ist die Widerstand nicht weit. (Archivbild: dpa)
Kalk - Wenn sich etwa 150 Pro-Köln-Anhänger am Samstag gegen 11 Uhr auf der Kalker Hauptstraße versammeln, werden Hunderte Gegendemonstranten sie bereits erwarten. Unter dem Motto „Kalk macht dicht 2.0“ haben mehrere Bündnisse dazu aufgerufen, den Demonstrationsweg der rechtsextremen Gruppierung zu blockieren. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Post.

„Es könnten dieses Mal bis zu 1000 Gegendemonstranten werden“, sagte Polizeisprecher Christoph Gilles. Die Polizei will mit Straßensperrungen ein Aufeinandertreffen der beiden Parteien verhindern. „Wir müssen die Demonstrationsfreiheit gewährleisten.“ Mehr als 1000 Einsatzkräfte werden rund um die Kalker Hauptstraße unterwegs sein. Offiziell geht der Demonstrationsweg der Pro-Köln-Anhänger über die Kalker Hauptstraße und die Wiersbergstraße bis zum Autonomen Zentrum, gegen das sie demonstrieren wollen. Beim ersten Versuch am 19. November 2011 war nach wenigen Metern Schluss. Die Gegendemonstranten verhinderten den Aufmarsch mit mehreren Sitzblockaden.

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Zuletzt hatte Polizeipräsident Wolfgang Albers an die Bürger appelliert, die Pro-Köln-Demonstranten einfach zu ignorieren. Doch Mitglieder von Bündnissen wie „Köln stellt sich quer“ halten nichts davon wegzuschauen. „Unser Protest hat Tradition“, sagte einer. Auch Politiker wie der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) nehmen an der Gegendemonstration teil. Er unterstützt das Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus“ und wird auf der Kundgebung gegen 10.30 Uhr sprechen. Beck war auch am 19. November 2011 bei der Demo „Kalk macht dicht“. Jörg Uckermann, rechtsextremer Ratsherr für Pro Köln, hatte ihn damals beleidigt und dafür einen Strafbefehl in Höhe von 5400 Euro erhalten.



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