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Beziehungsdrama

Elfmal auf Geliebte eingestochen

Von Tim Stinauer, 28.01.12, 15:07h, aktualisiert 30.01.12, 07:42h

Eine 28-Jährige aus Holweide ist am Samstag durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden. Nachbarn hatten den vorausgehenden Streit des Opfers mit dem Täter bemerkt und die Polizei gerufen. Die beiden sollen ein Verhältniss gehabt haben.

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(Symbolbild: dpa)
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(Symbolbild: dpa)
Holweide - Über dem Schloss der stark demolierten Wohnungstür klebt am Sonntag ein Siegel der Polizei. Niemand darf die Wohnung betreten, die Spurensicherung hat ihre Arbeit noch nicht beendet. Das Holz ist an mehreren Stellen gesplittert, in der Mitte klafft ein Loch – Spuren einer gewalttätigen Auseinandersetzung, die eine 28-jährige Frau womöglich das Leben kosten kann. „Sie schwebt laut Auskunft der Ärzte nach wie vor in Lebensgefahr“, teilte Polizeisprecher André Faßbender mit.

Um 11.20 Uhr am Samstag hatten Anwohner des Mehrfamilienhauses an der Bergisch Gladbacher Straße in Holweide die Polizei gerufen. Sie hatten Hilferufe im Treppenhaus gehört, ein Zeuge sah, wie ein 41-jähriger Hausbewohner auf seine 28-jährige Nachbarin einstach. Mehrfach soll der 41-Jährige versucht haben, die Tür einzutreten.

Ein Verbrechen aus Eifersucht?

Die beiden wohnen in der obersten Etage nebeneinander, sollen ein Verhältnis gehabt haben. Angeblich habe die 28-Jährige aber vorgehabt, sich von dem Mann zu trennen. „Die Kripo prüft, ob Eifersucht eine Rolle gespielt haben könnte“, sagte ein Polizist. Streifenbeamte eilten die Treppen hinauf und fanden das Paar blutüberströmt und schwer verletzt im Flur unter dem Dachgeschoss.

Elfmal soll der 41-Jährige auf seine mutmaßliche Geliebte eingestochen haben. Offenbar hatte er sich auch selbst mit dem Messer verletzt, womöglich in Selbsttötungsabsicht. Auch das klärt nun die Mordkommission. Der Beschuldigte schwebte am Sonntag nicht mehr in Lebensgefahr, er sollte am Abend einem Haftrichter vorgeführt werden.

Bereits Freitagabend war die Polizei zu einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt nach Vingst gerufen worden. Um 17.30 Uhr meldeten Anwohner der Nobelstraße über Notruf, dass ein 32-jähriger Mann in einer Wohnung auf seine Ehefrau einschlüge. Zwei Streifenbeamte fuhren zu der Adresse, betraten die Wohnung und wollten den Sachverhalt aufnehmen. „Da ging der kräftige 32-Jährige unvermittelt auf die Beamten los“, berichtete Behördensprecher Faßbender. Die Polizisten setzten Pfefferspray ein, der Mann flüchtete auf den Balkon und kletterte über die Brüstung.

Die Beamten hielten ihn fest und beorderten weitere Kollegen zur Unterstützung in die Wohnung darunter. Von dort zogen Einsatzkräfte den Randalierer auf den Balkon und fesselten ihn. Sie brachten ihn zur ambulanten Untersuchung in ein Krankenhaus, den Rest der Nacht verbrachte er in einer Zelle im Polizeipräsidium.



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