Erstellt 28.01.12, 21:33h
„Gerade weil es gestern nicht so gut gelaufen ist, tut das gut“, sagte Höfl-Riesch am Samstag. Der amerikanischen Siegerin Lindsey Vonn hatte sie allerdings nur wenig entgegenzusetzen. Die Gesamtweltcup-Führende fuhr erneut in ihrer eigenen Klasse und distanzierte Höfl-Riesch deutlich um 1,42 Sekunden. „Lindsey ist extraklasse. Daher bin ich froh, dass ich als erste Verfolgerin auf dem Podest stehe“, sagte Höfl-Riesch, die die Liechtensteinerin Tina Weirather um fünf Hundertstelsekunden auf Rang drei verwies.
Damit bestätigte Höfl-Riesch ihren Aufwärtstrend in den Speed-Disziplinen. Erst Mitte Januar war sie im italienischen Cortina d'Ampezzo in der Abfahrt und im Super G zweimal aufs Podest gefahren.
„Das gibt mir ein bisschen von dem Selbstvertrauen zurück“
Dennoch stand sie bei der Abfahrt in St. Moritz unter Druck. Denn um das Weltcup-Wochenende nach ihrem Fahrfehler im Slalom und dem enttäuschenden 21. Platz in der Superkombination halbwegs zu retten, war ein Erfolgserlebnis vonnöten. „Ich war schon nervös“, sagte sie. Umso erleichterter war sie nach dem Rennen: „Das gibt mir ein bisschen von dem Selbstvertrauen zurück, das ich verloren habe.“ Ihr zweiter Platz wirkte sich auch auf die Gesamtwertung positiv aus. So rückte Höfl-Riesch mit 596 Punkten von Rang fünf auf die dritte Position vor. Vonn liegt mit 1170 Zählern vor der Slowenin Tina Maze (818) fast uneinholbar in Führung.
Für Höfl-Riesch ist das erst einmal Nebensache. Sie will am Sonntag (10.45 Uhr) bei der nächsten Superkombination in St. Moritz beweisen, dass sie das Slalomfahren nicht verlernt hat. „Ich bin schon einige gute Slalomrennen gefahren und möchte wieder dahin.“ (dapd)
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