Erstellt 31.01.12, 10:56h, aktualisiert 31.01.12, 11:12h
Was daraus wurde, ist längst bekannt. 900 000 Euro sind inzwischen in das Ometepe-Projekt geflossen, ein „buntes und vielfältiges Menschennetzwerk“ (Monika Höhn) hat geholfen, um in den Bereichen Gesundheit und Bildung Aufbauarbeit zu leisten, Gebäude und Infrastrukturen zu schaffen, ganz generell die Entwicklung zu fördern. Heute leitet auf nicaraguanischer Seite ein mehrköpfiges Team das Projekt, in Deutschland sind 20 Ehrenamtler damit befasst.Und die nackten Zahlen, die Projektleiter Alcides Flores aus Ometepe mitgebracht hatte, sprechen Bände.
Zum Beispiel: 68 000 Menschen wurden allgemeinmedizinisch untersucht und behandelt, 47 000 unterernährte Kinder versorgt. 3850 Frauen nahmen eine Vorsorgeuntersuchung wahr. 700 Mal rückte die Ambulanz aus, um in Notfällen Hilfe zu leisten – oft hochschwangeren Frauen. „Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch mit seinem Schicksal“, sagte Superintendent Jürgen Knabe, der die Leistung des ehemaligen Berufsschulpfarrers Höhn und seiner Frau, die in der Erwachsenenbildung tätig ist, zusammenfasste: „Ihr habt etwas Wunderbares erreicht: Ihr habt erreicht, dass die Sprache der Menschlichkeit und der Liebe neu gesprochen wird.“
Und Flores fügte hinzu: „Es gibt keine Worte, um für diese selbstlose Hilfe zu danken.“ Der ehemalige Leiter der OVZ-Redaktion, Dieter Lange, hatte die Höhns vor dreieinhalb Jahren für die Auszeichnung vorgeschlagen. „Wir freuen uns“, sagte Jobi, „dass Sie die Initiative ergriffen haben.“ In die lange Reihe der Gratulanten reihten sich auch die Erste Sekretärin der Botschaft Nicaraguas, Gabriele Soledad Urrutia Reyes, der ehemalige Vorsitzende der Oberbergischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Wilfried Hahn, und Wiehls Vize-Bürgermeister Wilfried Bast ein, der den Höhns den silbernen Wiehltaler verlieh.
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