Erstellt 01.02.12, 15:11h, aktualisiert 01.02.12, 15:12h
Doch von da an „war es nur noch schön“: „Das ist wie ein Rausch.“ Ob bei der Pfarrsitzung von St. Severin („Da standen sie nicht auf den Stühlen, sondern auf den Tischen.“) oder bei der Blindensitzung. Hier blieben die Drei doppelt so lang wie sonst bei Sitzungen und davon die meiste Zeit im Publikum, um sich abtasten zu lassen. „Das war ein tolles Erlebnis, diesen Menschen das Dreigestirn so nahe zu bringen.“ Viel Zuspruch erführen sie auch mit ihrem Benefiz-Werben für das Obdachlosenfrühstück und die Diakonie Michaelshoven. „Immer mehr Gesellschaften tun uns den Gefallen und spenden statt uns zu beschenken. Und die Menschen haben es wirklich nötig.“
Einen Verbesserungsvorschlag für Festkomitee-Chef Markus Ritterbach hat Bauer „Totti“ Thorsten: „Lasst uns die Proklamation doch demnächst in der Josef-Barthen-Halle in Dünnwald veranstalten. Die Stimmung bei der Damensitzung dort war einfach unglaublich.“ Selbst wenn mal eine Kapelle ohne Noten dasteht, wie bei der Begegnung mit dem Mainzer Prinzenpaar im Gürzenich, verbucht das Trifolium das nicht unter Misserfolg. „Dann singen wir einfach a cappella.“ Jungfrau Olivia genießt es, sich abends unerkannt im Hotel bewegen zu können. „Ohne Zöpfe erkennt mich kaum jemand.“ Doch der persönliche Höhepunkt für „sie“war bislang war das von seiner Frau arrangierte Wiedersehen mit seinen Kindern auf der Bühne der Schmuckstückchen. Bauer Totti genießt auch mal einen freien Montag.
Zu Hause mit Freundin Andrea („Ich war einkaufen und hab für sie gekocht.“) oder auch mal im Büro („Das ist mal was anderes.“). Nur Prinz Marcus kann nicht vom Jecksein lassen. Ein zweiter Kindheitstraum nach der Prinzwerdung ging für ihn in Erfüllung: „Ich habe mit Wicky Junggeburth in der Residenz am Dom zusammen »Einmol Prinz zo sin« gesungen. Er war unvergleichlich als Prinz. Das werde ich sicher nie vergessen.“
Dombaumeisterin empfängt Dreigestirn
Nicht vergessen wird wohl auch Barbara Schock-Werner ihre Zeit als Dombaumeisterin. Als solche empfing sie letztmals ein Dreigestirn samt Equipe in der Dombauhütte. Prinz Marcus II. lobte die als Pappnas kostümierte Schwäbin für ihre kreativen Kopfbedeckungen. Gemeinsam mit Michael Hoffmann, Präsident des Zentralen Dombauvereins, führte Schock-Werner das Schmölzje durch die Werkstätten und erläuterte die Arbeiten. Hoffmann erklärte die Finanzierung durch Spenden und hatte „zufällig“ Aufnahmeanträge für seinen Verein dabei. Den braucht Marcus Heller, Adjudant des Prinzen, nicht mehr. Schon seit 2005, damals als Student, entrichtet er seinen Obolus.
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