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Bergfest

Ein Dreigestirn wie im Rausch

Erstellt 01.02.12, 15:11h, aktualisiert 01.02.12, 15:12h

Überglücklich blickt das Kölner Dreigestirn auf die erste Hälfte seiner Amtszeit zurück: Im Hotel Pullmann zogen die Regenten nun Zwischenbilanz. Letztmals empfing Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner ein Dreigestirn in der Dombauhütte.

Dreigestirn
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Narrenschiff Dombauhütte: Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner (r.) mit Dreigestirn und ZDV-Präsident Michael Hoffmann (l.). (Bild: Stefan Worring)
Dreigestirn
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Narrenschiff Dombauhütte: Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner (r.) mit Dreigestirn und ZDV-Präsident Michael Hoffmann (l.). (Bild: Stefan Worring)
Köln - Noch 22 Tage bis Aschermittwoch, das bedeutet Halbzeit in der Session – und damit Bergfest fürs Dreigestirn. Das zog beim Frühstück mit der Presse in der zwölften Etage ihrer Hofburg im Hotel Pullman eine erste Zwischenbilanz. Und die fiel überglücklich aus. Weil er schon jahrelang Adjutant des Prinzen war, könne Marcus II. doch nichts mehr überraschen, kriege er immer wieder zu hören. Weit gefehlt, stellte seine Tollität richtig. „Was wir seit unserer Proklamation erleben, hat meine Erwartungen weit übertroffen.“ Die ersten drei Meter in den Gürzenich hinein sei ihm noch bang gewesen.

Doch von da an „war es nur noch schön“: „Das ist wie ein Rausch.“ Ob bei der Pfarrsitzung von St. Severin („Da standen sie nicht auf den Stühlen, sondern auf den Tischen.“) oder bei der Blindensitzung. Hier blieben die Drei doppelt so lang wie sonst bei Sitzungen und davon die meiste Zeit im Publikum, um sich abtasten zu lassen. „Das war ein tolles Erlebnis, diesen Menschen das Dreigestirn so nahe zu bringen.“ Viel Zuspruch erführen sie auch mit ihrem Benefiz-Werben für das Obdachlosenfrühstück und die Diakonie Michaelshoven. „Immer mehr Gesellschaften tun uns den Gefallen und spenden statt uns zu beschenken. Und die Menschen haben es wirklich nötig.“

Einen Verbesserungsvorschlag für Festkomitee-Chef Markus Ritterbach hat Bauer „Totti“ Thorsten: „Lasst uns die Proklamation doch demnächst in der Josef-Barthen-Halle in Dünnwald veranstalten. Die Stimmung bei der Damensitzung dort war einfach unglaublich.“ Selbst wenn mal eine Kapelle ohne Noten dasteht, wie bei der Begegnung mit dem Mainzer Prinzenpaar im Gürzenich, verbucht das Trifolium das nicht unter Misserfolg. „Dann singen wir einfach a cappella.“ Jungfrau Olivia genießt es, sich abends unerkannt im Hotel bewegen zu können. „Ohne Zöpfe erkennt mich kaum jemand.“ Doch der persönliche Höhepunkt für „sie“war bislang war das von seiner Frau arrangierte Wiedersehen mit seinen Kindern auf der Bühne der Schmuckstückchen. Bauer Totti genießt auch mal einen freien Montag.

Zu Hause mit Freundin Andrea („Ich war einkaufen und hab für sie gekocht.“) oder auch mal im Büro („Das ist mal was anderes.“). Nur Prinz Marcus kann nicht vom Jecksein lassen. Ein zweiter Kindheitstraum nach der Prinzwerdung ging für ihn in Erfüllung: „Ich habe mit Wicky Junggeburth in der Residenz am Dom zusammen »Einmol Prinz zo sin« gesungen. Er war unvergleichlich als Prinz. Das werde ich sicher nie vergessen.“

Dombaumeisterin empfängt Dreigestirn

Nicht vergessen wird wohl auch Barbara Schock-Werner ihre Zeit als Dombaumeisterin. Als solche empfing sie letztmals ein Dreigestirn samt Equipe in der Dombauhütte. Prinz Marcus II. lobte die als Pappnas kostümierte Schwäbin für ihre kreativen Kopfbedeckungen. Gemeinsam mit Michael Hoffmann, Präsident des Zentralen Dombauvereins, führte Schock-Werner das Schmölzje durch die Werkstätten und erläuterte die Arbeiten. Hoffmann erklärte die Finanzierung durch Spenden und hatte „zufällig“ Aufnahmeanträge für seinen Verein dabei. Den braucht Marcus Heller, Adjudant des Prinzen, nicht mehr. Schon seit 2005, damals als Student, entrichtet er seinen Obolus.



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