Von Uli Kreikebaum, 02.02.12, 20:10h, aktualisiert 04.02.12, 11:20h
Ein Fachausschuss der Stadt wird nun zunächst entscheiden, ob nachträglich noch alternative Standorte geprüft werden sollen. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" schon im November 2009 berichtet hatte, plant die Spoho ein rund 100 Meter langes, fünfgeschossiges Gebäude, das gegenüber des Haupteingangs angesiedelt werden soll. Einer Bauvoranfrage des Landes hatte die Stadt bereits 2008 zugestimmt. Schon im Zuge der Baupläne für das Sportinternat am Olympiaweg sei ein Konzept für die Erweiterung der Spoho erarbeitet worden, sagt Lothar Buntenbroich vom Bauaufsichtsamt. "Der Neubau ist darin als genehmigt eingetragen. Aber es wird nicht explizit aufgeführt, dass das Gebäude noch nicht existiert."
Mangelde Transparenz?
Ob es nun mangelnde Transparenz der Verwaltung war oder nicht die Stadtteilpolitiker reagierten jedenfalls nicht. Auch der Zeitungsbericht hatte sie damals nicht dazu veranlasst, öffentlich zu diskutieren. Als ihnen indes jüngst von der Unteren Landschaftsbehörde ein Antrag zur Fällung der Bäume zukam, formierte sich Protest: Kommunalpolitiker und Bürger kamen mit Grablichtern und weißen Schleifen, um ihren Widerwillen gegen die Baumfällungen auszudrücken.
Die Vertreter von Stadt, Land und Sporthochschule kamen am Montagabend nicht im Büßergewand ins Bezirksrathaus. Sie entschuldigten sich gleichwohl dafür, die Bezirksvertreter nicht frühzeitig eingebunden zu haben.
Alternativstandorte nicht geprüft
Der Neubau sei nötig, da die Spoho wachse, das Institutsgebäude 1 asbestverseucht sei und generalüberholt werden müsse, sagte Michael Krannich, Vertreter des Kanzlers. Das weltbekannte Anti-Doping-Labor habe nur noch mit Glück seine IOC-Akkreditierung erhalten. "Ohne neue Räume können wir das Labor in seiner aktuellen Form abschreiben." Das Land habe einen Mehrbedarf der Spoho von 6000 Quadratmetern festgestellt; auch, um die Wirtschaftlichkeit der Hochschule langfristig zu sichern. Dass die Spoho ferner den Bau einer Kindertagesstätte im Bereich alter Wohnheime plane, erwähnte Krannich eher beiläufig.
Über die Anregung der Bezirksvertreter, Alternativstandorte wie das frühere RTL-Gelände zu prüfen, haben Spoho und Land offenbar nicht nachgedacht. Die Lage auf dem Campus sei sowohl wirtschaftlich wie logistisch die günstigste, hieß es. Dass der Denkmalschutz "unterlaufen worden" sei, wie die Bezirksvertreter monieren, bestätigte eine Vertreterin der Denkmalbehörde nicht. Das angrenzende Radstadion sei zwar denkmalgeschützt, aber nicht direkt von dem Neubau betroffen. Landschaftsschutz genießt die Fläche laut Stadtverwaltung nicht.
„Das mindeste ist Kommunikation“, Horst Nettesheim
Letztlich geht es wohl in erster Linie um Fragen der Mitsprache, des Fairplay - und der (mangelnden) Transparenz. "Wir fühlen uns desavouiert, das mindeste ist Kommunikation", meinte Horst Nettesheim (CDU) und sagte damit, was wohl alle Bezirksvertreter dachten. Roland Schüler (Grüne) unterstellte, dass es nicht immer im Sinne der Verwaltung sei, die Bezirksvertretung in Baupläne einzubinden, damit aber der Sinn dieser Institution unterlaufen werden: "Solche Nicht-Miteinbindungen kommen moralischen Erpressungen gleich."
Denkmal- und Landschaftschutzgesetze
12.02.2012 | 14.47 Uhr | Taubenhaus
Dass ich nicht lache. Die Interessen der Destruktiven werden hier umgesetzt. Gut - ich werde mir ein Beispiel daran nehmen und die Gesetze auch…
Grundstücksdeal benötigt
05.02.2012 | 15.08 Uhr | frakaho
Vielleicht kann die Bauwens-Adenauer-Gruppe wieder mit einem halbseidenen Deal helfen, bei dem sie ein paar Mio Steuergelder absahnt.
Würde ins…
Die Angestellten des Dezernates für Bauen und
05.02.2012 | 12.17 Uhr | Taubenhaus
Planen müßten dringend ausgetauscht und durch Menschen ersetzt werden, die nicht nur die wirtschaftlichen Faktoren sondern auch die der Umwelt…
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